Goldenes Reitabzeichen für Lars Volmer

Reiten: Beim Turnier der Sieger

Dass Lars Volmer vom RV Legden bereits in seinem ersten Jahr bei den Großen richtig durchgestartet ist, zeigt die Tatsache, dass er am Wochenende beim Turnier der Sieger in Münster an den Start gehen durfte. Hier erreichte der Springreiter nicht nur einen zweiten Platz in der Qualifikation der Mittleren Tour, sondern bekam auch das Goldene Reitabzeichen überreicht – von Bundestrainer Otto Becker höchstpersönlich.

LEGDEN

, 31.08.2015, 19:19 Uhr / Lesedauer: 1 min

Vor imposanter Kulisse am Schlossplatz in Münster händigte Becker dem Legdener Talent am Samstagabend das höchste Leistungsabzeichen der Deutschen Reiterlichen Vereinigung aus. Dieses können Springreiter ausschließlich durch Turniererfolge in S-Springen erlangen. Mindestens zehn Siege in Wettbewerben von diesem Schwierigkeitsgrad sind dafür vonnöten. Dafür brauchte Volmer nicht lang. Nach seinem Wechsel vom Pony- in den Pferdesattel zu Beginn dieses Jahres sammelte er die erforderlichen Siege in der Zeit von Januar bis Mai – eine beeindruckende Leistung, für die die meisten Reiter mehrere Jahre benötigen.

Dass Lars Volmer, im vergangenen Winter noch vom Landessportbund zum Toptalent des Monats gewählt, im Kreis der Großen angekommen ist, zeigte einmal mehr seine sportliche Leistung beim Debüt im Turnier der Sieger in Münster. Dort ging er auf dem Rücken von Peppi bei der internationalen Springprüfung der mittleren Tour an den Start.

Platz zwei hinter Ahlmann

Dabei belegte das Duo in der ersten Qualifikation prompt den zweiten Platz hinter Christian Ahlmann – zuletzt bei der EM in Aachen noch Silbermedaillengewinner mit dem deutschen Team. Auf Barco kam Ahlmann nach 62,77 Sekunden ins Ziel, gefolgt von Volmer, der 63,37 Sekunden benötigte und für den zweiten Platz eine stattliche Prämie von 2000 Euro gewann.

Außerdem zollte ihm Weltstar Ahlmann ein großes Lob. „Der Lars ist ein großes Talent“, sagte Ahlmann. In der zweiten Qualifikation unterliefen Volmer dann vier Strafpunkte, sodass er mit Platz 30 Vorlieb nehmen musste. Im Finale reichte es mit zwölf Strafpunkten nur zu Rang 34. „Überhaupt vor dieser tollen Kulisse in Münster starten zu dürfen, war für Lars schon eine große Ehre“, sagte Mutter Melanie Deggerich-Volmer.

Neben dem Wettkampf und der Ehrung sorgte Volmer auch noch für Showprogramm: Im Vorfeld des Großen Preises am Sonntag führte er ein Mini-Pony-Barrierespringen vor. Deggerich-Volmer: „Das kam sehr gut an bei den Leuten.“

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