Größte Quadrille der Welt: Alstätterin und ihr Pferd bald im Guinness-Buch

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Mit 131 anderen Paaren haben Christine Drop aus Alstätte und ihr Pferd Thiadrik einen neuen Rekord aufgestellt: Sie waren Teil der der größten Quadrille der Welt. Kein leichtes Unterfangen.

Alstätte

, 18.07.2019 / Lesedauer: 3 min

Die Anstrengungen haben sich gelohnt, sagt Christine Drop. Bei der Pferdemesse Equitana in Mannheim war die 33-jährige Alstätterin mit ihrem Pferd Thiadrik Teil einer noch nie da gewesen Darbietung: 132 Reiter ritten auf ihren Friesen vor fast 2000 Zuschauern die größte Quadrille der Welt. Den bisherigen Rekord von 103 Haflingern aus dem Jahr 2008 hat die Gruppe damit überboten und sich einen Platz im Guinness-Buch der Rekorde gesichert.

Beim Quadrillereiten geht es darum, in einer Gruppe, deren Zahl durch vier teilbar ist, möglichst synchrone Figuren zu zeigen. In diesem Fall ging es darum, etwa einen Zirkel, eine Diagonallinie oder eine Mittellinie in wechselndem Schritttempo vorzuführen. „Das war natürlich eine echte Herausforderung“, so Christine Drop. „Pferde und Reiter kannten einander überhaupt nicht und hatten nur einen Tag davor Zeit, sich aneinander zu gewöhnen und die Choreografie gemeinsam einzustudieren.“

Teilnehmer übers Internet gesucht

Bereits Monate zuvor hatte die Ostsee-Quadrille, eine bekannte Showgruppe, übers Internet nach Teilnehmern für ihren geplanten Weltrekord gesucht. „Man musste sich mit einem Foto, einem Video und einem kurzen Text bewerben“, erklärt Christine Drop. Sie und ihr 13-jähriger Friese zählten schließlich zu den Auserwählten. Danach galt es, die vorgegebene, etwa 20-minütige Choreografie zu Hause schon mal einzuüben.

Größte Quadrille der Welt: Alstätterin und ihr Pferd bald im Guinness-Buch

Christine Drop und ihr Pferd Thiadrik © privat

Quadrillen war Christine Drop zuvor schon einmal geritten, allerdings in deutlich kleinerem Rahmen. Im Alltag betreibe sie den Dressursport eher freizeitmäßig, „ab und zu auch mal auf kleineren Turnieren“, berichtet die zweifache Mutter.

Zum ersten Juli-Wochenende machte sie sich dann, unter anderem mit ihrer Helferin Margit Heinze und Pferd Thiadrik, auf den Weg nach Mannheim. „Da wartete dann ein straffes Programm auf uns Teilnehmer. Erst mal haben wir zu Fuß trainiert, danach mit den Pferden. Die Pferde, die in der Quadrille nebeneinander laufen sollten, hatten auch ihre Boxen nebeneinander, damit sie sich nicht mehr ganz so fremd sind. Das war schon alles perfekt durchorganisiert“, so die Alstätterin.

Im ersten Versuch geschafft

Für den neuen Weltrekord hätte die Gruppe, zu der auch Elke Neukirchner aus Epe zählte, sogar drei Versuche gehabt, um die aus der Türkei angereiste Guinness-Buch-Richterin zu überzeugen. Es klappte gleich beim ersten Mal. In der vorletzten Reihe der großen Gruppe hatte Christine Drop einen guten Blick auf ihre Vorderleute. „Das ein oder andere Pferd wollte wohl mal aus der Reihe tanzen. Letztlich haben aber alle ihre Ausgaben erfüllt.“

Der Lohn waren lauter Applaus von den Rängen und ein Zertifikat für den Weltrekord. „Soweit ich gehört habe, tauchen wir dann auch alle namentlich im Guinness-Buch auf“, sagt Christine Drop. Die Anstrengungen haben sich also gelohnt.

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