Hackenfort vor Ellewick-Spiel: „Am Sonntag sind wir wieder dran“

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Gefühlt spielt der SV Heek aktuell an jedem Sonntag ein Derby. Nun stellt sich Ellewick vor. Und der Mitaufsteiger hat den Spieß vorerst einmal umgedreht. Wir blicken auf den 7. Spieltag.

Heek

, 17.10.2020, 11:00 Uhr / Lesedauer: 3 min

Wenig Zweifel hatte es daran gegeben, dass der SV Heek in der vergangenen Saison auch sportlich den Aufstieg in die Bezirksliga geschafft hätte. Die Konkurrenz war im März auf Abstand gesetzt – so auch der ASV Ellewick. Dieser nutzte dann doch noch die Abbruch-Empfehlung des Verbandes, um den SV Heek in die Bezirksliga zu begleiten. Derzeit hat sich das Blatt ein wenig gewendet, der ASV ist mit einem Punkt mehr auf der Habenseite vor dem Tabellennachbarn aus Heek im Mittelfeld des Tableaus platziert.

Ellewick soll „Pause beim Punkten“ einlegen

Grundsätzlich freut dies auch den aktuell angeschlagenen Heeker Spielertrainer Rainer Hackenfort: „Das ist doch toll für die Region, jeder Punktgewinn unserer Nachbarn freut mich. Das wertet die Liga für uns doch auf.“ Dass Ellewick am Sonntag ab 15 Uhr eine „Pause beim Punkten“ einlegen wird, dafür werde er mit seiner Elf sorgen. „Ich habe großen Respekt vor Ellewick. Aber: Am Sonntag sind wir wieder dran“, betont Hackenfort mit Blick auf die Tendenz. Seit dem ersten Spieltag wartet Heek auf den nächsten Dreier.

Dass er mit seinem Team dem Kollegen „keinen Gefallen“ tun kann, das hält der Ellewicker Coach Jochen Kloster entgegen: „Ab kommender Woche kann Heek gerne wieder punkten.“ Mit der ausgeglichenen Bilanz im Rücken werde man auch nach Heek fahren, um „mindestens einen Punkt“ mitzunehmen.

Der ASV könne komplett befreit aufspielen, den Druck sieht er eher beim Gastgeber: „Ich denke, Heek hatte sich den einen oder anderen Punkt mehr versprochen. Da wird schon etwas Zugzwang zu spüren sein.“ Dass der SV über eine enorme Qualität verfüge, bleibe unbestritten. Nicht umsonst hatte Kloster den Mitaufsteiger vor der Saison als einen der „Geheimfavoriten“ genannt.

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Während die Gäste aufgrund des Spielausfalls ausgeruht in dieses Derby gehen, hat man in Heek die Niederlage in Ramsdorf noch einmal aufgearbeitet – zumindest kurz: „Eineinhalb Jahre ging es doch fast nur nach oben, wir hatten viel Spaß. Da muss man der Mannschaft auch mal ein schwächeres Spiel zugestehen.“ Mit Blick auf die Trainingsintensität unter der Woche mache er sich „keine Sorgen“, dass seine Mannen am Sonntag nicht für den zweiten Dreier in der Saison infrage kommen sollten.

Ellewick geht mit dem Wissen in die Partie, bisher sämtliche Vergleiche offen gestaltet zu haben. „Es waren immer enge Spiele, das haben auch die Spieler erkannt“, so Kloster, dessen Personallage sich ein wenig entspannt hat. Und ein ebensolches könnte es nun auch am Sonntag im Dinkelstadion geben. Die Fans würde es freuen…

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FC Epe - SpVgg Vreden II
Anstoß: Sonntag, 15 Uhr, Nienborger Damm, Epe
Ausgangslage: Beide Mannschaften mussten am Vorsonntag Heimniederlagen einstecken: Vreden unterlag Billerbeck, Epe der SG Coesfeld. Für den FC war dies gleichbedeutend mit der ersten Saisonniederlage.
Das sagt Trainer Gustav Mauritz: „Die Niederlage gegen Billerbeck haben wir aufgearbeitet, wir müssen nun natürlich die richtigen Schlüsse daraus ziehen. Die nächste Aufgabe wird sicher nicht einfacher. Für mich ist der FC Epe spielerisch eine der besten Mannschaften in der Bezirksliga. Die Handschrift von Andre Hippers ist zu erkennen, er will Fußball spielen lassen und hat dafür eine gute Achse zur Verfügung. Aber warum sollen wir nicht für die zweite Saisonniederlage sorgen?“
MLZ-Tipp: 1:2.

Florian Brinkmann (l.) kehrt zum Spitzenspiel in den Stadtlohner Kader zurück.

Florian Brinkmann (l.) kehrt zum Spitzenspiel in den Stadtlohner Kader zurück. © Martin Ilgen

SV Gescher - TuS Wüllen
Anstoß: Sonntag, 15.30 Uhr, Ahauser Damm, Gescher
Ausgangslage: Der SV Gescher schlug zuletzt den Spitzenreiter aus Coesfeld, die Heimbilanz mit drei Siegen und 11:2 Toren ist beeindruckend. Wüllen wird den Eindruck vom 0:2 gegen Borken-Hoxfeld wettmachen wollen.
Das sagt TuS-Trainer Johannes Dönnebrink: „Für mich wird die Rückkehr in die Heimat doppelt schwer. Zum einen hindert mich eine Zerrung am Spiel, zum anderen stehen wir einem Gegner gegenüber, der eine starke Entwicklung hingelegt hat. Hendrik Maduschka hat da früh ne klasse Balance hinbekommen. Auch wenn wir zuletzt einige Spieler verloren haben – mit der Begeisterung der Spiele gegen Heek und Epe werden wir nicht chancenlos sein. Dafür muss natürlich alles passen.
MLZ-Tipp: 2:0.

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Adler Weseke - VfB Alstätte
Anstoß: Sonntag, 16 Uhr, Prozessionsweg, Borken
Ausgangslage: Nachdem der VfB die abgebrochene Vorsaison als Tabellenletzter beendet hat, fährt er jetzt nach gutem Saisonstart als Tabellenachter zum Schlusslicht nach Weseke. Zuletzt zeigte der VfB beim 3:0 gegen den SC Reken seine bislang beste Saisonleistung. Ein Auswärtssieg in dieser Spielzeit noch nicht. Bei den Adlern, die erst einen Zähler eingefahren haben, erscheint die Chance groß.
Das sagt VfB-Trainer Markus Krüchting: „Nach sechs Spieltagen ist es schwer, von einer Favoritenrolle zu sprechen, auch wenn der Saisonstart schon für uns spricht. Auswärts auf Kunstrasen – das ist keine optimale Voraussetzung für uns.“
MLZ-Tipp: 2:2

VfL Billerbeck - SuS Stadtlohn
Anstoß: Sonntag, 16.30 Uhr, Helker Berg, Billerbeck
Ausgangslage: Vierter gegen Zweiter, beste Offensive (Billerbeck traf 17 Mal) gegen beste Defensive (Stadtlohn kassierte erst drei Gegentore) – ein Spitzenspiel. Beide Mannschaften sind gut in Form und holten je 13 Punkte aus ihren letzen fünf Partien. Beim noch unbesiegten SuS kehren Florian Brinkmann, Jan Hintemann und Stefan Mester zurück.
Das sagt SuS-Trainer Stefan Rahsing: „Wir haben richtig Bock auf dieses Spiel. Billerbeck ist ein körperlich extrem präsenter Gegner, der über eine gute Mischung verfügt. Wir kennen aber auch deren Schwächen – und die wollen wir am Sonntag ausnutzen. Wichtig ist, dass wir schnell und flach spielen.“
MLZ-Tipp: 1:3.

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