Herzschlagfinale beim Giro: Moritz Stähle will Gelbes Trikot nach Hause fahren

mlzRadsport

Der Münsterland-Giro zieht die Radsportfans am Feiertag wieder in seinen Bann. Der Stadtlohner Moritz Stähle fiebert dem Event besonders entgegen. Der Titel im German Cycling Cup winkt.

02.10.2019, 19:22 Uhr / Lesedauer: 2 min

Das drittgrößte Radsportevent in Deutschland, der Sparkassen-Münsterland-Giro, wird am Donnerstag erneut den großen Bogen zwischen Profi- und Breitensport spannen. Während die Profis in diesem Jahr bei der 14. Auflage mit Streckenschwerpunkten in den Kreisen Steinfurt und Warendorf gegen Mittag ab Emsdetten den Weg in Richtung des Zielorts Münster suchen, machen sich in den Morgenstunden bereits viele Hobbyfahrer auf den Weg – in den Jedermannrennen über 60, 100 oder 130 Kilometer von Münster nach Münster.

Integriert in den Giro ist auch in diesem Jahr das Finale des sogenannten German Cycling Cups, einer Jedermann-Rennserie für ambitionierte Amateure. Und vor dem Abschlussrennen belegt der Stadtlohner Moritz Stähle Rang eins in der Einzelgesamtwertung. Der RSCler fährt die Serie für das „Leeze Team by tinteistbesser.de“ aus Münster. Und somit steht ein echtes Heim-Finale ins Haus.

Konkurrent aus Belgien

Mit 2.788 Punkten führt Stähle die Wertung nach neun von zehn Rennen an – gefolgt vom Teamkollegen Patrick Altefohne (2753 Punkte). Letzterer gewann die Wertung im Vorjahr – seinerzeit feierte er einen Doppelsieg, da das Leeze-Team auch die Mannschaftswertung gewann. Und da dem Team schon vor dem letzten Rennen der Sieg nicht mehr zu nehmen ist, könnte der nächste Doppelsieg folgen.

Läge da im Reglement nicht ein wenig die Krux. Denn: Da nur acht der zehn Wettfahrten in die Wertung gehen, werden zwei gestrichen. Abzüglich der schlechtesten beider Rennen liegt Stähle aktuell gar im Hintertreffen unter den unmittelbaren Titelanwärtern.

Herzschlagfinale beim Giro: Moritz Stähle will Gelbes Trikot nach Hause fahren

Das Gelbe Trikot des Gesamtführenden will Moritz Stähle am Donnerstag nach Hause bringen - im besten Sinne des Wortes. © privat

Mit dem Belgier Anthony Spysschaert gilt der aktuell nur 13. als Topfavorit – weil er eben erst sieben Rennen in der Wertung hat und beim Giro noch voll punkten kann. Für Moritz Stähle wird es folglich darauf ankommen, maximal zu punkten und den Hauptkonkurrenten zu distanzieren. Eine Aufgabe für die Mannschaft.

Teamtaktik ist gefragt

„Wir haben uns schon einen Plan zurechtgelegt, das Team wird komplett für mich fahren. Nach fünf Kilometern ergibt sich womöglich die Chance, mit einer starken Gruppe wegzufahren und im Team richtig Tempo zu bolzen“, so Stähle. Letztlich gelte es, „auf dem letzten Kilometer im Sprintzug präsent zu sein, Podium ist Pflicht.“

Den Rest müsse die Mannschaft erledigen. „Wir haben mal durchgerechnet: Gewinne ich, darf der Belgier maximal Sechster werden, werde ich Zweiter, dieser maximal 13. Es wird in jedem Fall spannend“, verspricht der Stadtlohner ein echtes Finale. Und er glaubt fest, dass der Plan aufgeht: „Anthony ist doch eher der Bergspezialist. Und der aktuelle Wind könnte uns auch in die Karten spielen.“

Um 8.40 Uhr ist Rennstart für die 130 Kilometer, früh um sechs geht es los – „schon brutal früh“. Gegen Mittag will er dann bestenfalls „das Gelbe Trikot nach Hause gebracht haben“.

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