In den Fußstapfen der Eltern

Reitsport: 17. Hallen-Pony-Meeting des RV Legden

Nach 30 Jahren hat der Nachwuchs das Terrain übernommen: Seit 1984 bittet der RV Legden zu seinen renommierten Pony-Turnieren – und die Ponyreiter von „damals“ schicken längst ihre Kinder an den Start. Das ist beim 17. Pony-Hallen-Meeting in der Legdener Reithalle nicht anders, bei dem heute um 10 Uhr die erste Starter-Glocke ertönt.

LEGDEN

, 05.11.2014, 17:36 Uhr / Lesedauer: 2 min
Bundestrainer Otto Becker zeigt seiner Tochter den Weg durch den Parcour in Legden.

Bundestrainer Otto Becker zeigt seiner Tochter den Weg durch den Parcour in Legden.

Die gab es in der Zeit, als Thomas Meiss seine Vierbeiner bei den Pony-Reitturnieren seines Vereins vorstellte, noch nicht. Erst in jüngster Vergangenheit hat der Reitverein Legden das Spektrum seiner Prüfungen ausgeweitet: Vom „Bambi-Preis“ bis hin zum „Großen Preis“, einem M**-Springen, reicht das Angebot für die Teilnehmer, die sich von heute an bis zum Sonntag in der Reithalle ein Stelldichein geben. Selbst als Pony-Reiter aktiv und später als Großpferdereiter für den RV Legden im Sattel, hat auch Alexander Terhörst beim Turnier einiges zu tun: Tochter Carlotta, im vergangenen Jahr Gewinnerin des „Bambi-Preises“, setzt die große Familien-Tradition fort, die ihr Urgroßvater, Großvater Hermann und Vater Alexander eingeläutet hatten. In die Fußstapfen ihrer berühmten Väter sind längst Justine Tebbel, Tochter des ehemaligen Mannschafts-Vizeweltmeisters und dreifachen Deutschen Meisters Rene Tebbel, Julius Reinacher, Tochter des Pony-Landestrainers und Ex-Nationenpreisreiters Klaus Reinacher, sowie Helena, Marlene und Mia-Charlotte Becker, Töchter des Springreiter-Bundestrainers Otto Becker, getreten und zählen seit einigen Jahren zu den Stammgästen des Legdener Turniers.

Doch auch sie werden diesen Weg einmal verlassen müssen: Mit 17 Jahren endet das „Pony-Zeitalter“ für die Nachwuchs-Rotröcke. Und Jahr für Jahr zählt die Verabschiedung der Reiter, die aus Altersgründen in Legden letztmals ihre Ponys satteln dürfen und in das Großpferdelager wechseln müssen, zu den bewegenden Momenten für die Sportler, deren Eltern, Trainer und Zuschauer. Am Freitag um 20 Uhr und am Samstag um 19.30 Uhr werden sie mit wehenden weißen Taschentüchern verabschiedet. So auch Lokalmatador Lars Volmer, der bei seiner letzten EM-Teilnahme im Ponylager Mannschafts-Bronze errungen hatte: Seine Mitstreiter Justine Tebbel, Enno Klapphake und Phillip Schulze Topphoff werden zu seinem Abschied aus dem Ponylager am Freitag dabei sein oder sogar selbst verabschiedet.

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