Jochen Kloster: „Die Stimmung könnte nicht besser sein“

mlzFußball-Kreisliga A

Nach herausragendem Saisonstart führt der ASV Ellewick die Tabelle der Kreisliga A an. Wir haben mit Trainer Jochen Kloster über den Höhenflug und die kommenden Aufgaben geredet.

Ellewick

, 17.09.2019, 17:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Das Maximum an Punkten hat der ASV Ellewick aus seinen bisherigen sechs Saisonspielen in der Kreisliga A1 eingefahren. Wie er sich das bislang starke Abschneiden erklärt und was er noch von der Saison erwartet, haben wir den Ellewicker Trainer Jochen Kloster gefragt.

Ihre Mannschaft marschiert seit dem ersten Spieltag vorneweg. Wie ist die Stimmung am Waldstadion?
Die könnte natürlich nicht besser sein, sowohl in der Mannschaft als auch im Umfeld. Meine Stimme ist jetzt noch etwas dünn, weil wir unseren Derbysieg am Sonntag beim FC Vreden ausgiebig gefeiert haben. So erfolgreich mit den Jungs zu sein, die alle aus dem eigenen Verein kommen, macht natürlich Spaß.

Mit Union Wessum, FC Vreden und GW Lünten hat der ASV schon nominell starke Gegner besiegt. Hatten Sie im Vorfeld damit gerechnet, dass Ihr Team die ersten sechs Partien gewinnen könnte?
Damit hat keiner gerechnet, weil die Qualität in der Liga schon sehr hoch und jedes Spiel eng ist. Gegen die DJK Stadtlohn hätten wir zum Beispiel auch verlieren können, wir hatten in den bisherigen Spieler aber auch das nötige Glück auf unserer Seite.

Ihr Team wurde letzte Saison schon Vizemeister, die Mannschaft hat sich kaum verändert. Was macht sie so stark?
Ich denke, dass wir nicht unbedingt die besten Fußballer der Liga haben. Aber das machen die Jungs durch ihre Geschlossenheit wett, jeder ist für den anderen da und das kann schon viel ausmachen. Als Trainer macht es natürlich Spaß, das zu sehen.

Wo kann Ihr Team sich noch verbessern?
In vielen Spielen ging es noch zu sehr auf und ab, da wäre ein bisschen mehr Konstanz wünschenswert. Letzten Sonntag in Vreden zum Beispiel hätten wir mit etwas mehr Cleverness viel früher die Entscheidung herbeiführen können. Aber das ist Klagen auf hohem Niveau.

Jochen Kloster: „Die Stimmung könnte nicht besser sein“

Aus dem Jubeln kommen Torwart Daniel Schürmann und die Ellewicker momentan gar nicht mehr heraus. © Raphael Kampshoff

Ihre Angreifer Benedikt Terbrack (7 Tore) und Marvin Robert (6) treffen bisher wie am Fließband. Was sagen Sie zur Offensive des ASV?
Die Offensive ist schon unsere Waffe. Die beiden Jungs sind gerade richtig gut drauf, aber auch Pascal Gewers kann man erwähnen. Unsere Stürmer haben ja auch letzte Saison schon ganz ordentlich getroffen, man merkt aber, dass sie jetzt weiter gereift sind.

Als Nächstes spielt Ihr Team bei Eintracht Ahaus II. Sie haben ja auch eine Vergangenheit bei der Eintracht…
Ja, ich habe damals in Ahaus verschiedene Jugendmannschaften von der D- bis zur A-Jugend trainiert und war Sportlicher Leiter im Jugendbereich. Ein paar von den Jungs, die aktuell bei der Zweiten spielen, habe ich auch trainiert. Ich denke, dass die Mannschaft eine gute Qualität hat und uns alles abverlangen wird.

Bisher lief es wie geschmiert für Ihr Team. Ab welchem Zeitpunkt nehmen Sie das Wort Aufstieg in den Mund?
Vielleicht im Mai, wenn wir dann immer noch so gut dastehen. Jetzt werde ich mich jedenfalls nicht weit aus dem Fenster lehnen, weil ich weiß, welche Qualität die Konkurrenz, zum Beispiel in Heek oder Wessum hat. Diese Vereine haben aber auch andere Ambitionen als wir. Bei uns gibt es keinerlei Druck. Wenn wir am Ende unter den ersten Fünf stehen, dann haben wir auch eine gute Saison gespielt.

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