Izzet Günes bricht seine Zelte in Legden ab

mlzFußball-Kreisliga A

Seit 2017 trainiert Izzet Günes das A-Liga-Team des SuS Legden. Und das durchaus erfolgreich. Nun teilte der Coach den Verantwortlichen mit, dass nach der laufenden Serie Schluss ist.

Legden

, 02.10.2020, 11:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Schon bevor die Saison in der Kreisliga A2 überhaupt gestartet war, hatte Izzet Günes schon Nägel mit Köpfen gemacht, wie der Trainer des SuS Legden jetzt erklärt. „Ich habe meine Entscheidung auch den Verantwortlichen schon vor einiger Zeit mitgeteilt. Wir wollten aber erst mal in die Saison starten, bevor wir es öffentlich machen“, erklärt der 30-Jährige.

Dass der Saisonstart mit einem Sieg und drei Niederlagen nicht gerade erfolgreich verlaufen ist, habe also nichts mit seiner Entscheidung zu tun, wie Günes sagt: „Es waren alles knappe Spiele, wir hätten genauso gut sieben bis zehn Punkte auf dem Konto haben können. Es fehlte eben das Spielglück.“ Vielmehr sei der Coach der Meinung, dass es an der Zeit für frischen Wind im SuS-Team sei.

Immerhin habe er fast all seine aktuellen Spieler auch schon in der Jugend der JSG Legden/Asbeck trainiert, wo er insgesamt vier Jahre lang tätig war. Genau wie jetzt bei den Senioren. „Ich will jetzt nicht von Abnutzungserscheinungen sprechen, aber eine gewisse Routine ist schon da. Man versucht zwar immer, sich neu zu erfinden, aber komplett verändert man seinen Stil ja nicht.“

Günes sucht eine neue Herausforderung

Für den Coach aus Vreden sei nun die Zeit reif, eine neue Herausforderung anzugehen. Mit einem siebten, einem sechsten und einem dritten Platz in der A-Liga sieht Günes die sportlichen Ziele in den vergangenen Jahren gut erfüllt. „Noch wichtiger ist aber die Nachhaltigkeit in der Jugendarbeit. Aktuell stehen nur vier Spieler im Kader, die ich nicht schon bei den Junioren hatte“, so der Coach.

Michael Bormann, Sportlicher Leiter beim SuS, sagt: „Wir konnten uns darauf einstellen, dass auf der Trainerbank bald ein Wechsel ansteht. Wir sind nach wie vor super zufrieden mit der Arbeit von Izzet, er kommt bei den jungen Spielern gut an. Jetzt werden wir uns aber in Ruhe nach einem Nachfolger umschauen.“

Und dabei sind die Legdener noch relativ offen, wie Bormann sagt: „Wir sind noch nicht festgelegt, ob wir einen Spielertrainer wollen, weiterhin einen, der außen steht, oder vielleicht sogar ein Trainerduo. Nur muss es eine bezahlbare Lösung bleiben.“

Bormann: „Wir wollen zurück in den Nordkreis“

Der Sportliche Leiter sieht bei der Trainersuche einen Nachteil in der Tatsache, dass der SuS seit vier Jahren im Südkreis, also der „Coesfelder“ Staffel spielt. „So ist es für uns schwieriger, zum Beispiel einen Trainer aus Ahaus zu bekommen, der die ganzen Gegner kaum kennt. Umgekehrt will einer aus Coesfeld vielleicht lieber im Südkreis arbeiten.“ Der Verein werde zur kommenden Saison auf jeden Fall wieder eine Umgruppierung in den Norden anstreben.

Bis dahin gelte es nun aber, die Saison gut über die Bühne zu kriegen und Trainer Günes nach vier Jahren einen vernünftigen Abschied zu bereiten.

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