Jannis Robers wird beim Vredener Remis gegen Alstätte zum tragischen Helden

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Mit seinem Doppelpack brachte Jannis Robers die SpVgg Vreden II im Derby gegen Alstätte zunächst auf die Siegerstraße. Dann aber war die Nummer 5 auch am letzten Treffer des Tages beteiligt.

Vreden

, 22.02.2020, 18:14 Uhr / Lesedauer: 2 min

Vier Tore nach Standardsituationen bekamen die Zuschauer beim Bezirksliga-Derby zwischen der SpVgg Vreden II und Tabellenschlusslicht VfB Alstätte am Samstag zu sehen. Im Duell der Doppeltorschützen durfte sich nach dem Schlusspfiff Alstättes Tobias Tenhagen als Gewinner fühlen. Er hatte mit seinem Handelfmeter zum 2:2-Endstand in der 83. Minute das letzte Wort.

Dass dieser Strafstoß zustande kam, daran hatte auch Jannis Robers seinen Anteil, ihm war das vorherige Handspiel unterlaufen. Alstättes Kapitän Tenhagen behielt die Ruhe und überwand Schlussmann Daniel Siehoff ein zweites Mal.

Tenhagen hatte bereits früh in der Partie für den ersten Treffer gesorgt. Henning Leeners hatte den Ball in guter Schussposition zunächst nicht richtig getroffen, ehe ihn Vredens Raul Völkering ziemlich ungestüm im Strafraum stoppte. Vom Punkt sorgte dann Tenhagen für die überraschende Führung des Schlusslichts in der siebten Minute.

Die Gastgeber fanden darauf lange Zeit keine richtige Antwort. „Wir waren zu ungeduldig und haben es zu oft mit langen Bällen in den Rücken der Abwehr versucht. Aber die Alstätter standen so tief, dass das nichts gebracht hat“, meinte SpVgg-Trainer Gustav Mauritz hinterher.

So musste auch für seine Elf, spielerisch eigentlich besser veranlagt als die Gäste, eine Standardsituation her, um zum Erfolg zu kommen. In letzter Instanz kam Jannis Robers an den Ball und bugsierte ihn aus wenigen Metern über die Linie (44.). „Zur Halbzeit ging das Unentschieden absolut in Ordnung“, fand nicht nur VfB-Spielertrainer Markus Krüchting.

Hier hat Ibrahim Kouyaté das 3:1 für die SpVgg auf dem Fuß. Johannes Feldhaus konnte ihn nicht aufhalten, doch der Ball ging übers Tor.

Hier hat Ibrahim Kouyaté das 3:1 für die SpVgg auf dem Fuß. Johannes Feldhaus konnte ihn nicht aufhalten, doch der Ball ging übers Tor. © Sascha Keirat

Seine Mannschaft sah sich nach dem Seitenwechsel entschlosseneren Vredener Angriffen ausgesetzt. Der agile Ibrahim Kouyaté setzte zunächst einen Freistoß an die Latte (61.). Direkt danach fand Malte Hoffmann mit dem nächsten Freistoß zunächst Timo Depenbrock, der den Ball ins Zentrum zu Robers weiterleitete, welcher wieder richtig stand und Gerwing erneut überwand (siehe Video).

Danach schien die Heimelf das Geschehen fest im Griff zu haben. Kouyaté bot sich die dicke Chance zum 3:1, frei vor Gerwing schoss er aber übers Tor. Die Alstätter gaben sich nicht geschlagen, verteidigten weiter wacker und sorgten vorne in der Schlussphase mit Standards für Entlastung – und für Gefahr. Infolge eines Freistoßes passierte dann das Handspiel, das zum Ausgleich führte.

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Doch auch danach hätte die SpVgg noch den Siegtreffer markieren können, der eingewechselte Kevin Brandt scheiterte aber am Pfosten (84.). So konnten die Vredener dem Sieg gegen Dülmen keinen zweiten folgen lassen und bleiben Tabellenzehnter. Alstätte ziert weiter das Tabellenende, hat aber durch den Punktgewinn neuen Mut gefasst. Dass der durchaus verdient war, darin waren sich die beide Trainer am Ende auch einig.

SpVgg Vreden II - VfB Alstätte 2:2

Vreden: Siehoff - P. Depenbrock (56. Brandt), Darev (37. Artas), Völkering, Hoffmann - Robers, Verwohlt, T. Depenbrock (74. Resing) - Kouyaté, Brügging - Wesseler
Alstätte: Gerwing - Termathe, Elskamp J. Feldhaus, Maas (46. Busch) - Leeners, Buß, T. Tenhagen, H. Feldhaus (65. Terweh) - O. Tenhagen (80. E. Blickmann), Krüchting
Tore: 0:1 T. Tenhagen (7., FE); 1:1 Robers (44.); 2:1 Robers (62.); 2:2 T. Tenhagen (83., HE)

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