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Kolakovic wehrt sich gegen Großmeister

Schach in Südlohn

Die NRW-KLassen-Mannschaft des Südlohner Schachvereins blieb im vorletzten Liga-Wettkampf in Oberhausen bei der 2,5:5,5-Niederlage chancenlos und kann sich danach nur noch minimale Chancen auf den Klassenverbleib ausrechnen.

SÜDLOHN

08.04.2014, 13:30 Uhr / Lesedauer: 1 min
Kolakovic wehrt sich gegen Großmeister

<p>Klaudio Kolakovic unterlag am Spitzenbrett nach sechsstündiger Spieldauer dem tschechischen Großmeister Vlastimil Hort. <p></p> Archiv</p>

Während der Südlohner SV beim Oberhausener SV auf seine Spitzenspieler Reinhard Funke und Walter Schmeing verzichten musste, boten die Gastgeber, die unbedingt alle Zweifel am Klassenerhalt aus der Welt schaffen wollten, neben drei Fide-Meistern am Spitzenbrett den bekannten tschechischen Großmeister Vlastimil Hort auf. Damit waren die Kräfteverhältnisse schon zu Beginn des Mannschaftskampfes klar verteilt, aber es dauerte einige Zeit, bis sich die Heimmannschaft in Szene setzen konnte.

An den Brettern 5 (Manfred Böcker) und 8 (Alfred Richters) kam jeweils zu einem Remis; danach sah es lange Zeit recht verheißungsvoll für die Gäste aus, obwohl Frank Kempe (Brett 7) in einem taktischen Schlagabtausch den Kürzeren zog. Kurz vor der ersten Zeitkontrolle musste Khaled Darwisch (Brett 2) seine Partie aufgeben.

 

Chance zum Ausgleich

Andreas Telöken (Bett 6) brachte Südlohn noch einmal auf 2:3 heran. In den verbliebenen drei Partien sahen die Gästespieler aber durchaus noch Chancen auf einen Ausgleich. Elmar Dönnebrink (Brett 3) musste sich in vorteilhafter Stellung mit einem Remis begnügen, Wolfgang Hater in einem sehr komplizierten und engen Gefecht am Ende sogar die Waffen strecken.

 

Bis in die sechste Stunde hinein dauerte der Kampf am Spitzenbrett, wo Klaudio Kolakovic in einer sehenswerten Partie dem Großmeister Hort lange Widerstand leistete. In einer sehr verschachtelten und unübersichtlichen Stellung konnte der Südlohner das Geschehen über 60 Züge lang ausgeglichen gestalten, am Ende reichte jedoch eine kleine Ungenauigkeit dem ehemaligen Weltklassespieler, um eine entscheidende Initiative zu erlangen.

Trotz der Niederlage gereichte diese Partie dem Südlohner zur Ehre und dürfte wohl ein Highlight in seiner Schachkarriere bleiben. In angenehmer Erinnerung wird auch das "Nachspiel" im Analyseraum mit dem sympathischen Großmeister für alle Beteiligten bleiben.

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