Kollektiver Kraftakt und eiskalter Bolat bringen SpVgg Rang zwei

mlzFußball-Westfalenliga

Deutlich einfacher hätte sich die SpVgg Vreden das Leben in Delbrück machen können. Letztlich wurde es ein kollektiver Kraftakt, der einen verdienten 2:1-Auswärtssieg und Platz zwei brachte.

Vreden

, 13.10.2019, 19:45 Uhr / Lesedauer: 2 min

Zum Schluss mussten die mitgereisten Fans noch um einen verdienten Auswärtsdreier der SpVgg Vreden beim Delbrücker SC zittern – nach fünfminütiger Nachspielzeit beendete der Schlusspfiff dann eine letzte Zitterphase. Die Mannschaft von Trainer Rob Reekers baute mit dem 2:1-Erfolg sein Punktekonto auf 17 Zähler aus und rückte auf Rang zwei der Westfalenliga hinter Spitzenreiter Emsdetten vor.

„Da muss ich den Hut vor der Mannschaft ziehen. Der Platz war wie ein Schwamm, dazu das Pokalspiel in den Knochen, die ungewöhnlich hohen Temperaturen und der frühe Rückstand – das musst du als Mannschaft erst einmal bringen“, freute sich Reekers. Und deshalb lobte er sein Team auch im Kollektiv.

Dabei hätte sich der Gast das Leben früh wesentlicher leichter machen können. Nach Foul an Mario Worms im Strafraum scheiterte der Gefoulte selbst mit dem Strafstoß am Torsteher (3.). Dann traf Niklas Hilgemann, doch der Schiedsrichterassistent hatte eine Abseitsposition vernommen (5.). Das bestärkte die Gastgeber, die nach einer ersten Chance (9.) dann durch Daniel Austenfeld nach einer Ecke die Führung ihrerseits anbrachten (13.).

Vreden zeigte sich unbeeindruckt, Bolat (32.), Marvin Hakvoort (33.) und Hilgemann (35.) setzten weitere Offensivakzente. „Da hat wie in den Wochen zuvor die letzte Überzeugung gefehlt“, so Reekers. Das sollte besser werden.

Bolat eiskalt

Nach der Pause behielt die engagierte SpVgg die Kontrolle und zog mit dem verwandelten Handelfmeter von Cihan Bolat – das Handspiel hatte er zuvor selbst durch eine Einzelaktion provoziert – die Trümpfe auf ihre Seite (57.). Bei einem Lattenschuss der Gastgeber stand noch einmal das Glück Pate (65.). Die Vorentscheidung fiel dann rund um die 70. Minute: Delbrücks Patrick Plucinski musste mit Gelb-Rot vom Feld (68.), kurz darauf nickte Stephan Hartmann einen Eckstoß von Marvin Hakvoort zur Führung ins Tor (70.).

In der Folge versuchte Delbrück noch einmal alles, Vreden konnte die vielen Überzahlsituationen nicht konsequent ausspielen.

„Das müssen wir eigentlich souveräner machen, der Deckel muss da drauf.“ Rob Reekers freute sich aber vielmehr darüber, dass seine Mannschaft gerade nach der Pause „viele Dinge gut und vor allem besser als zuletzt“ gemacht hatte.

SpVgg: Ottink - Schücker, Reekers, Enning, Niehuis, Hartmann, Hakvoort (90. Darev), Wüpping (69. Ostenkötter), Hilgemann, Worms (84. Wilkes), Bolat
Tore: 1:0 Austenfeld (13.); 1:1 Bolat (55., Handelfmeter); 1:2 Hartmann (70.).
Gelb-Rote Karte: Plucinski, Delbrück (68.)
Bes. Vorkommnis: Worms, Vreden, verschießt Foulelfmeter (3.).
Zuschauer: 100

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