Kreisligameister SC Südlohn freut sich auf Premiere nach der Krise

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In der mittlerweile abgebrochenen Saison hat der SC Südlohn seine Erfolgsserie fortgesetzt. Als Kreisligameister darf er erstmals auf überkreislicher Ebene aufschlagen. Wann, das ist noch offen.

Südlohn

, 25.04.2020, 12:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Aus den Untiefen der Kreisklasse hat sich der SC Südlohn in den vergangenen Jahren stetig nach oben gearbeitet. Vorläufiger Höhepunkt war Anfang April der Aufstieg in die Bezirksklasse. Als Tabellenführer der Kreisliga wurde der SC nach dem Saisonabbruch wegen der Corona-Krise zum Meister gekürt und feierte damit eine Premiere in der Geschichte der Südlohner Abteilung.

Damit fand die Spielzeit ein ungeplantes, aber irgendwie doch passendes Finale. Denn im letzten ausgetragenen Spiel mussten die Südlohner ausgerechnet bei ihrem Verfolger TSV Raesfeld ran. Mit einem 8:8 wahrte der SC seinen Vorsprung von einem Punkt. Direkt nach dem Ende der Partie wusste noch niemand, dass das Titelrennen damit entschieden sein würde.

„Die Stadtlohner waren schon heiß“

Und dieses hätte an den verbleibenden zwei Spieltagen durchaus noch spannend werden können. Am letzten Spieltag hätte der Spitzenreiter nämlich noch zum drittplatzierten Nachbarn SuS Stadtlohn II fahren müssen. „Die Stadtlohner waren schon heiß und hätten alles in die Waagschale geworfen, um uns zu schlagen“, sagt SC-Mannschaftskapitän Reinhard Sicking.

Er ist aber trotzdem der Auffassung, dass sein Team verdient zum Meister erklärt worden ist. „Wir standen nach der Hinrunde ganz oben und auch jetzt, zwei Spieltage vor Saisonende. Ich denke, dass die Tabelle schon ein realistisches Bild abgibt.“ Gelegenheit, ihren Erfolg zu feiern, hatten die Südlohner bislang aus bekannten Gründen noch nicht. „Ich denke aber, dass es schon bald möglich sein wird, mit unseren sechs Spielern bei gebührendem Abstand mal mit einem Bierchen auf der Terrasse anzustoßen“, sagt Reinhard Sicking.

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Einen dieser sechs Spieler nennt der Kapitän als wichtigen Faktor für die erfolgreiche Saison: Rainer Messling, der an Position 1 spielte und dort eine Bilanz von 12:2 Siegen einfuhr. „Rainer ist Südlohner, sogar mein Nachbar, hat aber seit seiner Jugend immer in Ramsdorf gespielt. Nach einigen Bemühungen ist es mir vor der Saison gelungen, ihn zu uns zu holen.“ Generell sei die Mischung zwischen erfahrenen Spielern und ganz jungen ein Plus der Mannschaft gewesen.

Die geballte Erfahrung verkörpert Reinhard Sicking selbst: Seit 40 Jahren ist der 59-Jährige durchgängig Teil der ersten Südlohner Mannschaft. Ob das auch in der Bezirksklasse so bleibt, will er abwarten. „Es ist klar, dass Verstärkung notwendig sein wird, damit wir die Klasse halten können. Wenn ein junger Spieler kommt, der besser spielt als ich, räume ich meine Position gerne. Ich klebe nicht an ihr.“ Gespräche mit potenziellen Zugängen laufen bereits.

Reinhard Sicking hält Spielbetrieb für machbar

Wann das Team wieder gemeinsam trainieren kann, ist derzeit noch offen. Sicking hofft aber, dass Tischtennis als kontaktloser Sport vielleicht früher wieder starten darf als etwa Handball oder Fußball. „Ich denke schon, dass der nötige Abstand bei uns allein durch die Platte gegeben ist. Natürlich müsste man zusätzliche Maßnahmen ergreifen, aber ich denke, dass ein Spielbetrieb grundsätzlich bald wieder möglich ist.“

Nach der Pause Neuland in der Bezirksklasse zu betreten, darauf freuen sich die Südlohner schon jetzt. Nachdem es in dieser Spielzeit schon etwas Besonderes war, erstmalig gegen den VfL Ahaus I oder den SuS Stadtlohn II anzutreten, die sonst immer mehrere Ligen über dem SC gespielt haben, warten in der neuen Klasse nun noch größere Kaliber. Die Untiefen der Kreisklasse will der SC so schnell nicht wieder sehen.

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