Kreisstrukturreform auf Eis gelegt

Fußball

Die Pläne für eine Kreisstrukturreform des Fußball- und Leichtathletik-Verbandes Westfalen (FLVW) liegen vorerst auf Eis. Die Mehrheit der Kreisvorsitzenden hat am Samstag bei der Ständigen Konferenz im SportCentrum Kamen-Kaiserau gegen die Pläne gestimmt. Damit ist klar, dass es keine Delegiertenmehrheit beim außerordentlichen Verbandstag im Mai geben würde.

KREIS

von Von Bernhard Mathmann

, 18.03.2012, 14:40 Uhr / Lesedauer: 1 min

"Als gute Demokraten akzeptieren wir das Votum der Kreisvorsitzenden", so FLVW-Präsident Hermann Korfmacher im Anschluss an die Sitzung. Das Präsidium sieht sich aufgrund der Entscheidung veranlasst, den außerordentlichen Verbandstag im Mai nicht einzuberufen.

Zuvor hatte DFB-Vize Korfmacher noch einmal mit Nachdruck für die Pläne, die Fußballkreise entsprechend der politischen Kreise Westfalens aufzuteilen, die Strukturen insgesamt zu verschlanken und damit die Kreise für die Zukunft aufzustellen, geworben.

"Es machte einfach keinen Sinn mehr, das Konzept, so wie es in Papierform vorlag, weiter durchzuziehen", betonte Bernd Rengshausen. Vorsitzender des Fußballkreises Ahaus-Coesfeld, im Gespräch mit der Münsterland Zeitung. Die Vereine im "Doppelkreis" hatten sich mit überwältigender Mehrheit (98 Prozent) gegen die Reform ausgesprochen, wonach die künftigen Fußballkreise mit den politischen Kreisen übereinstimmen sollten. "Ich wollte ein Stimmungsbild unter den Kreisvorsitzenden haben und habe um eine Abstimmung gebeten", erklärte Rengshausen. Und diese Abstimmung hatte ein eindeutiges Votum gegen die geplanten Reformen ergeben.

"Dieses Konzept war zu unreif. Und es übers Knie zu brechen, darauf wollten wir uns nicht einlassen", zeigte er sich zufrieden mit dem Abstimmungsergebnis.

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