Schock-Wettkampf für TuS Wüllen: Zwei Turnerinnen verletzt ins Krankenhaus

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Das Ergebnis war am Ende zweitrangig. In der 3. Bundesliga erlebte die Riege des TuS Wüllen einen Schock-Wettkampf, in dessen Verlauf gleich zwei Turnerinnen verletzt ins Krankenhaus mussten

Wüllen

, 04.11.2019, 18:03 Uhr / Lesedauer: 2 min

Das Sportliche vorweg: Die Chance auf den Klassenerhalt hat die Mannschaft des TuS Wüllen gewahrt. Im dritten Wettkampf der 3. Bundesliga in Buchholz (Niedersachsen) belegten die Wüllenerinnen um Trainer Jürgen Schalk den sechsten Platz von acht Teams – auf dem gleichen Rang steht der TuS vor dem finalen Wettkampf in zwei Wochen auch im Gesamtklassement. Doch am Sonntag stand die Gesundheit von zwei TuS-Turnerinnen im Vordergrund.

Nachdem das Wüllener Team einen ordentlichen Start am Schwebebalken hingelegt hatte, folgte der erste Schock: Die Niederländerin Nadieh van Pol, am Balken noch mit dem besten TuS-Ergebnis, kam bei einer schweren Übung unglücklich auf – und brachte ihre Vorstellung mit schmerzverzerrtem Gesicht sogar noch zu Ende. Für sie ging es aber direkt danach ins Krankenhaus. Diagnose: komplizierter Bruch des Sprunggelenks. „Sie wird mindestens sechs Monate ausfallen, wenn sie ihre Laufbahn nicht sogar beenden muss“, so Jürgen Schalk.

Unter diesem Eindruck versuchten die übrigen Wüllenerinnen, ihr Programm beim Sprung möglichst normal abzuspulen, was mit dem fünften Platz auch gelang.

Schwerer Sturz am Barren

Dass sich Anna Schalk beim Einturnen vor den Barren-Übungen eine Zerrung zuzog, sollte schnell in den Hintergrund geraten. Denn Neuzugang Friederike Seidel stürzte kurz darauf derart unglücklich auf Rücken und Nacken, dass das Schlimmste zu befürchten war: „Im ersten Moment dachte ich an eine Querschnittslähmung“, schildert Jürgen Schalk. Die Turnerin, zum ersten Mal für den TuS im Einsatz, wurde sofort mit dem Hubschrauber in eine Spezialklinik nach Hamburg geflogen. Später zum Glück die Entwarnung, dass es sich „nur“ um eine Stauchung handelte und für Friederike Seidel lediglich einige Tage Sportverbot gibt.

Davon wussten die Teamkameradinnen zunächst aber noch nichts – sie absolvierten noch die verbleibenden Übungen am Barren. Jürgen Schalk: „Die Mädels waren so geschockt, dass zwei unserer Turnerinnen mit Tränen in den Augen weitergeturnt haben.“

Nach dem Wettkampf ging es dann sofort ins Krankenhaus, um die Verletzten zu besuchen. Schalk: „So einen Wettkampf brauchen wir nicht noch mal. Zum Glück ist es halbwegs glimpflich ausgegangen.“

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