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Lotte Iker: Bereit für den großen Schritt?

Handball: Angebot für Stipendium in Dortmund

Sie ist ein sportliches Mulitalent. Ihren Fokus legt Lotte Iker aus Stadtlohn derzeit aber auf den Handball: Der 13-Jährigen liegt ein Angebot vor, das Sportinternat in Dortmund zu besuchen. Ob sie diesen großen Schritt gehen möchte, überlegt sie derzeit gemeinsam mit ihren Eltern.

STADTLOHN/VREDEN

, 07.02.2017, 18:55 Uhr / Lesedauer: 2 min
Lotte Iker: Bereit für den großen Schritt?

Dynamisch zieht Lotte Iker, hier im Trikot der C-Jugend der DHG Ammeloe/Ellewick, an ihrer Gegenspielerin vorbei.

Ins Blickfeld verschiedener Talentscouts geriet Lotte Iker am ersten Januar-Wochenende dieses Jahres. Bei einem Turnier für Auswahlmannschaften belegte sie mit dem Team des Handballkreises Euregio Münsterland den ersten Platz. "Lotte hat herausragend gut gespielt. Am Montag danach stand mein Telefon nicht mehr still", erinnert sich Stefanie Kömmelt. Sie ist gleichzeitig Lottes Trainerin bei der Auswahl und bei der DHG Ammeloe/Ellewick. Einer der Anrufer war Henning Schierbaum, Nachwuchstrainer bei Borussia Dortmund und Stützpunktleiter Handball in der Westfalenmetropole.

Stipendium angeboten

Er bot der talentierten Handballerin ein Stipendium an. Das beinhaltet einen Platz im Dortmunder Sportinternat, im Kader des Nachwuchses von Borussia Dortmund sowie im Goethe-Gymnasium. "Nach den Osterferien werde ich mir das Internat eine Woche lang anschauen und dann sehen, ob es mir gefällt", erzählt Lotte Iker. Am Training des BVB nahm sie bereits einmal teil, "da waren alle sehr nett, es hat Spaß gemacht."

Mutter Anne, früher erfolgreiche Schwimmerin, freut sich, dass ihre Tochter eine solche Chance bekommt. "Wir gehen die Sache aber ganz locker an. Wenn es nicht klappen sollte, dann hat sie hier bei der DHG mit Steffi Kömmelt auch super Trainingsbedingungen."

Dass die Stützpunkttrainerin auch bei der DHG tätig ist, war für Lotte Iker der Hauptgrund, um im Frühjahr 2014 vom SuS Stadtlohn nach Vreden zu wechseln. Hier spielt sie in der C-Jugend, obwohl sie eigentlich noch im D-Jugendalter ist. Beim SuS begann sie vor fünf Jahren mit dem Handball, auch jetzt noch ist sie in der Stadtlohner Leichtathletikabteilung erfolgreich. Deutschlandweit zählt sie aktuell zu den besten Werferinnen ihrer Altersklasse mit dem Schlagball (200 Gramm), den sie 2016 auf starke 57 Meter befördert hat.

Erfolgreiche Leichtathletin

Auch im Weitsprung kann sich ihre Bestmarke von 5,04 Metern absolut sehen lassen, genauso wie eine Bestzeit von 8,42 Sekunden im 60-Meter-Sprint. Daher besucht sie auch einmal wöchentlich den Leichtathletik-Stützpunkt in Münster mit dem Schwerpunkt Weitsprung. "Diese Disziplinen ergänzen sich natürlich ideal mit dem Handball", sagt Lottes Vater Rainer, früher selbst in diesem Sport aktiv.

Für seine Tochter steht im Prinzip an jedem Wochentag nach dem Unterricht an der St.-Anna-Realschule Sport auf dem Plan: montags Leichtathletik beim SuS, dienstags Handballtraining bei der DHG, mittwochs Leichtathletik-Stützpunkt in Münster, donnerstags wieder Handball bei der DHG, freitags wieder Leichtathletik, samstags Kreisauswahltraining und sonntags Spiele. Hinzu kommen Termine mit der Westfalenauswahl. "Das alles macht Lotte von sich aus", versichert Mutter Anne. Stefanie Kömmelt ergänzt: "Man merkt Lotte an, dass sie einen großen Bewegungsdrang und Spaß am Training hat. Außerdem ist sie sehr ehrgeizig." Zudem bringt sie Wurfkraft, Schnelligkeit und Technik mit. Als ihre größte Stärke nennt Lotte Iker selbst "den Wackler", eine Täuschbewegung.

Diese Fähigkeiten könnten bald in professionellem Umfeld des Dortmunder Sportinternats weiter gefördert werden. Für die Entscheidung will sich die Familie Iker aber die nötige Zeit nehmen. Für Lotte Iker steht fest: "Ich würde auf jeden Fall gern einmal in einer höheren Liga spielen."

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