Mehr Karten im Nordkreis

Fußball: Kreisligen Ahaus/Coesfeld

Wie schon in der vergangenen Saison stehen die Mannschaften aus dem Norden des Fußballkreises Ahaus/Coesfeld in der Fairplaywertung auch jetzt längst nicht so gut da wie die aus dem Süden. „Leider hat es kaum eine Veränderung gegeben“, stellt Manfred Nieland, Staffelleiter der Kreisligen im Altkreis Ahaus, fest.

KREIS

, 22.01.2016, 17:53 Uhr / Lesedauer: 1 min
Die ein oder andere Grätsche mehr leisten sich die Konkurrenten in den Kreisligen des Altkreises Ahaus.

Die ein oder andere Grätsche mehr leisten sich die Konkurrenten in den Kreisligen des Altkreises Ahaus.

In der vergangenen Saison 2014/15 hatte der Kreisfußballausschuss erstmals Geldpreise für die fairsten Teams ausgelobt. 500 Euro für den besten Wert in der Fairplay-Tabelle gingen im Sommer an den VfL Billerbeck III. Insgesamt waren unter den prämierten 15 Teams nur zwei aus dem Nordkreis.

Dieses Verhältnis ist auch in der Hinserie der laufenden Spielzeit – wobei noch 44 Nachholspiele ausstehen – exakt so geblieben. Von den fairsten 15 Mannschaften kommen 13 aus dem Südkreis, ganz oben steht aktuell der SuS Hochmoor II mit einem Quotienten von 0,50 gefolgt von der SG Rödder II (0,56) und der DJK Dülmen III (0,75). Das beste Team in dieser Wertung aus dem Nordkreis taucht erst auf Rang elf auf: die SF Ammeloe II mit einem Quotienten von 1,23. An Position 14 folgt die Eintracht Stadtlohn III (1,29). Ganz unten im Ranking findet sich der TSV Ahaus II mit 9,64 Punkten wieder.

Erklärungsansätze

Dafür, dass die Schiedsrichter in den Ligen des Nordkreises so viel mehr Gelbe und Rote Karten verteilen, hat Nieland zwei Erklärungsansätze: „Zum einen haben wir im Altkreis Ahaus mehr Derbys, bei denen es naturgemäß etwas härter zur Sache geht, zum anderen geht es in vielen Ligen bei uns insgesamt enger zu, sodass die Spiele umkämpfter sind.“ Die Anzahl der Karten sei im Vergleich zum Vorjahreswert in etwa gleich geblieben. Weitere Maßnahmen neben Anmahnungen und Geldprämien sehe der Kreisfußballausschuss derzeit nicht, um dem Trend entgegenzuwirken.

Zumindest die Tatsache, dass es bislang weniger Fälle vor der Kreisspruchkammer gab als zum gleichen Zeitpunkt des Vorjahres, mache Hoffnung auf Besserung.


Jede Gelbe Karte gibt in der Wertung einen Punkt, jede Gelb-Rote zwei, jede Rote drei pro Woche der Sperre. Letzteres gilt auch für die Sperre durch ein Rechtsorgan (vier Wochen = zwölf Punkte).
Ein Verweis wird mit drei Punkten geahndet, Ordnungsgelder mit vier Punkten je 25 Euro der Geldstrafe (100 Euro = 16 Punkte). Das Nichtantreten einer Mannschaft gibt 20, ein Spielabbruch gar 30 Punkte.
Die Summe dieser Punkte geteilt durch die ausgetragenen Spiele ergibt den Fairness-Quotienten.
Die aktuelle Gesamtwertung gibt es im Internet: www.flvw-kreis-1.de unter „Spielbetrieb - Termine“.

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