Mehr Kunstrasen für Ahaus

Vereine stellen Antrag an die Stadt

Die Verantwortlichen der Ahauser Vereine mit Fußballabteilungen haben sich zusammengetan. In einem gemeinsamen Antrag an die Stadt Ahaus fordern sie Kunstrasenplätze für sechs weitere Klubs in den kommenden drei Jahren. Ihr Anliegen haben Vereinsvertreter am Montagabend Mitgliedern der Stadtverwaltung in einem ersten Gespräch vorgestellt.

AHAUS

, 31.05.2016, 18:17 Uhr / Lesedauer: 2 min
Mehr Kunstrasen für Ahaus

Der Kunstrasenplatz im Stadtpark – aktuell der einzige in ganz Ahaus. Die Fußballer fordern neue Felder.

Die Fußballer in der Stadt und den Ortsteilen sind in vielerlei Hinsicht Konkurrenten. In diesem Punkt sprechen sie aber mit einer Stimme: Ein einziger Kunstrasenplatz, der im Stadtpark, sei für eine Stadt wie Ahaus viel zu wenig. Es sollen deutlich mehr werden.

Über Hermann-Josef Brüning, Vorsitzender von Union Wessum und im Stadtsportverband Ansprechpartner für die fußballtreibenden Vereine, liefen die Fäden zusammen. Im Wessumer Vereinsheim fanden im Vorfeld des Gesprächs am Montagabend schon zwei Treffen mit Vereinsvertretern statt.

„Wir haben die Situation erörtert und waren uns einig darin, dass wir, gerade im Vergleich zu den Nachbargemeinden, wo Kunstrasenplätze fast eine Selbstverständlichkeit sind, wettbewerbsfähig bleiben müssen“, erklärte Brüning im Gespräch mit der Münsterland Zeitung. Ein Beispiel: Allein im vergangenen Winter hätten einige Jugendmannschaften vier Monate lang keine Möglichkeit gehabt, unter freiem Himmel zu trainieren. „Wir müssen aufpassen, dass die Kinder dem Fußball nicht verloren gehen“, so Brünings Appell.

Die Klubs haben sich auch schon konkrete Gedanken über einen möglichen Zeitplan gemacht. Laut Antrag sollen ab 2017 jedes Jahr zwei Kunstrasenplätze anstelle bereits bestehender Rasenspielfelder entstehen. „Anhand der Mitgliederzahlen und vorhandenen Plätze haben wir ein Ranking erstellt“, so Brüning. Demnach sollen 2017 Union Wessum und der VfB Alstätte, 2018 der FC Ottenstein und der TuS Wüllen sowie 2019 die SF Graes und der 1. FC Oldenburg einen Kunstrasenplatz erhalten.

Almering: "Argumente sind sehr plausibel"

Die Pläne der Vereine hörten sich Bürgermeisterin Karola Voß, Reinhold Benning vom Fachbereich Bildung, Kultur und Sport sowie Verwaltungsvorstand Christoph Almering an. „Die Argumente der Vereine sind sehr plausibel“, räumte Almering ein. „Jedoch muss die Politik den Antrag natürlich noch prüfen und entscheiden, inwiefern eine Erfüllung darstellbar ist, wie groß die Baukosten sind und anderes.“

Zudem gaben die Vertreter der Stadt zu bedenken, dass der Rat erst kürzlich einen Sportstätten-Entwicklungsplan in Auftrag gegeben hat, der voraussichtlich im Frühjahr 2017 ein Ergebnis bringt. Die Fußballvereine jedoch hoffen auf eine schnellere Lösung. Brüning: „Aus unserer Sicht muss die Notwendigkeit von Kunstrasenplätzen unabhängig von diesem Gutachten betrachtet werden. Herr Benning hat angekündigt, diese Möglichkeit kurzfristig zu prüfen.“

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