Mit 3500 Euro in der Kreide

Fußball in der Region

AHAUS/KREIS Die Rechnung, die Bernd Dönnewald den Fußballvereinen im Doppelkreis Ahaus/Coesfeld jetzt (wieder) aufmacht, fällt happig aus: Rund 3500 Euro müssen die 27 Klubs im dritten Quartal berappen, die nicht genügend Schiedsrichter gemeldet haben.

von Von Bernhard Mathmann

, 19.10.2009, 16:10 Uhr / Lesedauer: 2 min
Ohne Schiedsrichter geht es nach wie vor nicht.

Ohne Schiedsrichter geht es nach wie vor nicht.

Die Mahnungen und guten Ratschläge des Kreis-Kassierers aus Coesfeld auf jedem Staffeltag, dieses Geld sei in den Vereinen wesentlich sinnvoller einzusetzen, scheint auch bei der dritten Abrechnung in diesem Jahr ungehört zu bleiben. Zumindest bei den Klubs, die wie RW Nienborg wegen ihres Schiedsrichter-Mindersolls mit "nur" 37,50 Euro in der Kreide stehen. Oder aber wie SuS Stadtlohn, dessen Rechnung mit 437,50 Euro eine stolze Summe erreicht.

250 Euro kassiert der Fußballkreis pro Jahr und fehlendem Schiedsrichter - pro Senioren- und Frauenmannschaft und für jedes A- und B-Juniorenteam müssen die Vereine je einen Unparteiischen stellen, so sieht es die Rechnung vor.

Im Beispiel des SuS Stadtlohn sieht es so aus: drei Seniorenmannschaften, fünf Juniorenmannschaften und als Westfalenligist zwei Schiedsrichterassisisten - zehn Schiedsrichter müssten die Stadtlohner gemeldet haben, drei sind es derzeit; sieben Schiedsrichter fehlen. Und jeder schlägt mit 250 Euro im Jahr zu Buche - auf 437,50 Euro beläuft sich demnach die Quartalsrechnung von Dönnewald.

Neben der hohen Kosten droht den Vereinen nach dem so genannten "Drei-Stufen-Plan" auch eine Turnier-Sperre: Vereine verlieren das Recht, Turniere zu veranstalten. Konkret sind dies SC Ahle, Germania Asbeck, Vorwärts Gronau, SV Heek, SuS Legden, SuS Stadtlohn, FC Vreden und TuS Wüllen. Diesen Klubs wird es untersagt, Turniere für Senioren-, Frauen-, Altherren- und Altligamannschaften durchzuführen. Theoretisch drohen sogar Zwangsabstiege.

Dass dieses Schicksal nicht sein muss, beweisen Vereine wie der FC Ottenstein. Der FC stellt eine "Mannschaft" von elf Unparteiischen - acht fordert die Spielordnung. Auch ASV Ellewick (sechs statt der fünf geforderten Schiedsrichter), FC Epe (7 - 6), GW Lünten (4 - 3), SF Ammeloe (3 - 3), SF Graes (7 - 6), SG Gronau (6 - 6), Eintracht Ahaus (10 - 9), Union Wessum (7 - 7), TSV Ahaus (4 - 4), VfB Alstätte (8 - 6) und Vorwärts Epe (8 - 8) sind von den Sanktionen nicht betroffen.

Zur Kasse gebeten werden jedoch FC Oldenburg (2 - 3), ASC Schöppingen (6 - 8), Arm. Gronau (6 - 7), Eintr. Stadtlohn (7 - 8), Germ. Asbeck (1 - 3), FC oeding (5 - 6), FC Vreden (3 - 6), SC Ahle (1 - 5), RW Nienborg (4 - 5), SC Südlohn (4 - 5), SpVgg Vreden (8 - 12), SuS Legden (2 - 7), SuS Stadtlohn (3 - 10), SV Eggerode (1 - 2), SV Heek (4 - 8), TuS Wüllen (3 - 9) und Vorw. Gronau (2 - 6).

 Im Kreis Ahaus/Coesfeld startet am 27. Oktober der nächste Anwärterlehrgang im Sportheim in Heek. Der Lehrgang umfasst insgesamt acht Termine im Oktober und November; der Prüfungstag ist der 14. November. „Interessenten sollten einem Verein angehören, Interesse am Fußball sowie Spaß an der Bewegung haben“, informiert Kreisschiedsrichter-Chef Willy Westphal. Erstmals ist es bei diesem Lehrgang auch möglich, bereits mit vollendetem 14. Lebensjahr (Stichtag: 27. Oktober 1995) teilzunehmen. So soll interessierten und engagierten Jungen und Mädchen bereits früh der Weg in die Schiedsrichterei ermöglicht werden. „Den Vereinen muss aber natürlich klar sein, dass wir gerade bei sehr jungen gemeldeten Kandidaten besonders auf die persönliche Eignung für den Schiri-Job achten müssen,“ betont Ausbilder Günther Ostendorf. „Bis dato haben wir rund 30 Anmeldungen. Weitere Interessenten sind willkommen, auch noch am ersten Lehrgangsabend“, lädt Manfred Nieland, stellvertretender Kreisschiedsrichter-Ausschussvorsitzender aus Ottenstein, ein.  » www.flvw-kreis-1-sr.de.

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