Nach dem Absturz in die Kreisliga D peilt der TSV Ahaus nun offensiv den Aufstieg an

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Fast hätte es für den TSV Ahaus noch zur sofortigen Rückkehr in die Kreisliga C gereicht. Das soll nun nachgeholt werden – bestenfalls im Doppelpack. Viele Neuzugänge stehen bereit.

Ahaus

, 12.06.2019, 19:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Der Frust über die verpasste Qualifikation für die Kreisliga C über die Relegation hielt sich bei Sercan Dayan in Grenzen. „Einige Jungs haben irgendwie auch die Quittung dafür bekommen, dass sie zu wenig für den Erfolg getan haben. Ich hoffe, sie lernen daraus“, so der Trainer des TSV Ahaus – und er kündigt zur kommenden Saison gleich an, dass der Verein nach diesem Übergangsjahr nun richtig angreifen will.

Schon jetzt stehen 14 Neuzugänge beim D-Liga-Vizemeister zu Buche, weitere könnten folgen. Das Ziel ist klar formuliert: Neben der ersten Mannschaft soll im August auch eine Reserve wieder an den Start gehen. Und beiden D-Liga-Teams gibt Dayan als Hauptverantwortlicher die gleiche Aufgabenstellung mit auf den Weg: Aufstieg in die Kreisliga C.

Nach dem Absturz in die unterste Kreisklasse hat der TSV Ahaus, der 2015 noch das Kreispokalfinale erreicht hatte, das erste Jahr genutzt, um neue Strukturen aufzubauen – auf und neben dem Platz. Nun formuliert Sercan Dayan, der das neue Konzept maßgeblich mit ausgearbeitet hat, neue Ambitionen: „Wir wollen wieder hoch, bestenfalls auf Anhieb mit beiden Mannschaften. Dafür stellen wir uns personell entsprechend auf – in der Spitze wie in der Breite.“

Gestandene Rückkehrer

Hüseyin Baltaci, langjähriger Kapitän beim TSV, Enes Yildiz (beide Eintracht Ahaus II), Saffet Semer (Vorwärts Epe) – allesamt Rückkehrer und Spieler, die zuletzt in deutlich höheren Klassen unterwegs waren, und die andeuten, dass die Messlatte bei den Ahausern höher gelegt wird. Bewusst habe man sich für einige Rückkehrer entschieden, die sich mit dem Verein und den Zielen identifizierten, und die vor allem eines tun sollen: vorangehen und Verantwortung übernehmen.

„Auslaufen gibt es nicht, wir wollen alle gemeinsam wieder dafür sorgen, dass der TSV Ahaus sportlich wieder dahin kommt, wo er hingehört. Und wir wollen zeigen, dass wir seriös arbeiten“, legt Dayan viel Wert auf Disziplin.

Unterstützung findet er in einem weiteren, früheren Mitstreiter: Ali Günes wird die Rolle des Sportlichen Leiters besetzen und vor allem in der Kaderplanung viele Dinge übernehmen, die der Trainer bisher selbst abgewickelt hat. Ebenso ein nächster, wichtiger Baustein des neuen Gesamtkonzepts sei die Gründung einer Altherrenmannschaft gewesen. „Wir wollen viele Ehemalige gewinnen, die sich dann vielleicht gerne in den Verein einbringen wollen.“

Um den Optimalfall „Doppelaufstieg“ umzusetzen, würden beide Mannschaften in etwa gleich stark gemacht. „Das läuft erst komplett gleichberechtigt. Erst im Aufstiegsfall würden wir dann die bekannte Differenzierung vornehmen“, erklärt der Coach, der vor acht Jahren bereits bewiesen hat, wie ein Durchmarsch von der C- in die A-Liga gelingen kann.

Gleichstarke Teams

„Wir wollen aber nicht gleich den zweiten vor dem ersten Schritt machen. Ab dem 1. Juli arbeiten wir alle hart für unsere ersten Ziele. Der Verein betreibt viel Aufwand, darauf müssen wir mit Leistung antworten. Viele Rückkehrer bringen nun eine andere Reife mit, das sollte uns auch weiterhelfen.“

Am 6. Juli werde man sich im Rahmen eines Familientages der Öffentlichkeit vorstellen. Und man wird in jedem Fall in viele neue und alte bekannte Gesichter blicken können. Aufbruchstimmung solle erzeugt werden...

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