Nach langer Pause: Ammeloer mit neuen Trainern heiß wie Frittenfett

mlzFußball-Kreisliga A

Die Kicker der Sportfreunde Ammeloe sind froh, nach der Corona-Pause wieder auf dem Rasen zu stehen. Die neuen Trainer erst recht, denn sie waren noch viel länger abstinent.

Ammeloe

, 24.06.2020, 18:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

„Boah, ist das heiß hier“, stöhnt Stürmer Sedat Semer vor der Einheit am Dienstagabend bei 27 Grad im Schatten. Trotzdem haben die Ammeloer Kicker offenbar große Lust darauf, endlich wieder regelmäßig zu kicken. Das zeigt allein schon die Trainingsbeteiligung von nahezu 100 Prozent in der ersten Woche. Zunächst noch in zwei getrennten Gruppen, jetzt wieder mit dem gesamten Kader.

Ebenso heiß wie ihre neuen Schützlinge wirken die neuen Chefs der Sportfreunde. Nach einem Jahr Fußballpause sind Andre Stroetmann und Jürgen Banken zurück im Geschäft. Beim A-Ligisten in Ammeloe haben sie als Duo den Posten von Matthias Wesseler übernommen. Banken als reiner Trainer, Stroetmann als Spielercoach – die Arbeitsteilung also, die sich schon bei der letzten gemeinsamen Station Union Wessum bewährt hat.

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Seit vergangener Woche haben sich die neuen Übungsleiter aber auch selbst schon einen genaueren Eindruck von ihrem neuen Team verschafft. Und der ist bislang „total positiv“, wie Jürgen Banken sagt. „Die Jungs sind alle motiviert und neugierig.“ Dass das neue Duo nach dem Saisonabbruch in Ammeloe schon jetzt, also früher als ursprünglich geplant, loslegen konnte, „ist natürlich Gold wert, um einander kennenzulernen“, sagt Andre Stroetmann, während er sich gerade die Fußballschuhe schnürt.

Stroetmann: Mit Tennis fitgehalten

An das Stollen-Schuhwerk muss sich der ehemalige Landesliga-Stürmer von Eintracht Ahaus erst mal wieder gewöhnen. Denn gekickt hat er im vergangenen Jahr überhaupt nicht. „Ich habe das Jahr Auszeit schon genossen, aber mich natürlich auch fitgehalten. Zum Beispiel habe ich Tennis für mich entdeckt und einmal pro Woche mit einem guten Kumpel gespielt.“ Ganz verlernt hat er das Fußballspielen dabei natürlich nicht. Recht wenig auf den Plätzen der Region war auch Jürgen Banken in seinem Sabbatjahr unterwegs. „Vier Spiele habe ich mir in der Saison angeguckt, davon dreimal Ammeloe.“

Trotz ihrer Pause wissen die beiden Trainer Bescheid, was sie in der kommenden A-Liga-Saison erwartet. „In der neuen Konstellation der Liga sehe ich uns schon in der oberen Tabellenhälfte“, sagt Jürgen Banken. Immerhin gibt es keine Bezirksliga-Absteiger und mit dem SV Heek und dem Ammeloer Rivalen ASV Ellewick sind zwei starke Teams eine Klasse hochgerutscht. „Ganz oben sehe ich Wessum und den FC Vreden, aber auch diese Teams wollen wir ärgern“, so Banken.

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Ein Pluspunkt der Ammeloer Mannschaft sei ihre Eingespieltheit. Außer Andre Stroetmann gibt es keinen Neuzugang von außerhalb. Neben ihm ist Torwart-Routinier Markus Volks neu zum Team gestoßen, ist aber in Ammeloe bestens bekannt. „Ich denke, dass der Grundstein in der Defensivarbeit hier gelegt ist“, sagt Jürgen Banken. „Wir konzentrieren uns jetzt darauf, das Ganze etwas nach vorne zu verlagern, offensiver zu spielen und mehr Ballbesitz zu haben.“

Bis nach der ersten Ferienwoche wollen die neuen Trainer unter dem erstellten Hygienekonzept mit ihrem Team trainieren, dann soll es Ende Juli richtig losgehen mit der Vorbereitung. Vereinbart sind außerdem bereits fünf Testspiele für den August. Es zeigt sich schon jetzt: Die Ammeloer sind heiß wie Frittenfett.

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