Neuer Trainer - gleiches Leid

Vreden Nach dem 1:2-Anschlusstreffer von Dirk Meierhow und dessen Freuden-Salto hätten die Vredener Verbandsligafußballer im "Keller-Derby" gegen SV Emsdetten 05 am liebsten ebensolche Freudensprünge gemacht - dazu reichte es in der fast turbulenten Schlussphase aber nicht.

23.09.2007, 19:55 Uhr / Lesedauer: 1 min

Die "Vorgeschichte" des gestrigen Spiels: Alexander Nowitzki bedankte sich in zwei Szenen innerhalb von nur 100 Sekunden beim Vredener Keeper Marc Lüdiger durch die beiden Führungstreffer. In der 23. Minute hatte der Keeper einen nicht einmal hart abgezogenen 30 Meter-Innenspannschuss durch die Hände ins Netz gleiten lassen, ehe er wenig später aus seinen Tor stürmte und Nowitzki die Lücke bot, das Leder ins Netz zu spitzeln. Mit Ausnahme des Latten-Rollers von Mike Möllensiep (30.) und eines Nowitzki-Kopfballversuches (45.) blieben weitere Torchancen aus.

Das änderte sich in Durchgang zwei: Meierhow tankte sich auf der rechten Seite durch und erzielte sein erstes Verbandsliga-Tor (52.), Patrick Günners "Fall" im Vredener Strafraum (58.) und der ausbleibende Pfiff des Unparteiischen Frank Perschke erhitzte die Gemüter der Gäste (58.), Michael Fromme scheitert im Alleingang an Torhüter Lüdiger (60.), Nowitzki findet in dem Keeper bei einem Strafstoß (Maik Meyer hatte Julius Vehof gefoult) seinen Meister (61.) und Sinan Celik vergibt zwei "Hochkaräter" (62. und 78.).

Dann setzen Turbulenzen ein im Hamalandstadion: Zunächst sieht Niklas Melzer die "Ampelkarte" (88.), ehe Tobias Sumelka das Emsdettener Tor nur um Zentimeter verpasst (89.). Nach einem Konter gelingt Stefan Bettmer das scheinbar erlösende 3:1 (90.), doch der Schiedsrichter zeigt drei Nachspielminuten an. Gleich in der ersten trifft Mike Möllensiep zum 2:3-Anschluss - einen möglichen Ausgleich vergibt Daniel Terbeck (92.) - Abpfiff.

Niedergeschlagen

Niedergeschlagenheit bei den Vredenern - verhaltene Freude bei den erschöpften Emsdettenern. Und auch diese Freude wird nachhaltig getrübt: Der Schiedsrichter hält Frank Kotzek nach Spielschluss die "Rote Karte" unter die Nase. Begründung (so wollen es die Emsdettener Spieler gehört haben): "Ich lasse mich nicht Penner nennen".

Aussage Kotzek: "Ich habe den Schiedrichter nur gefragt, ob er denn nicht auch mal etwas objektiver hätte pfeifen können." bml

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