Niklas Hilgemann vor Alstätte-Wechsel: „Habe gewisse Vorschusslorbeeren“

mlzFußball-Bezirksliga

Seine erste Trainerstation wird Niklas Hilgemann beim VfB Alstätte antreten. In der Bezirksliga, wie der Ahauser hofft. Im Interview spricht er über seine neue Aufgabe und den Abschied aus Vreden.

Alstätte

, 22.11.2020, 16:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

In die Fußstapfen seines früheren Mitspielers Markus „Jogi“ Krüchting tritt Niklas Hilgemann in der kommenden Saison beim VfB Alstätte. Dort wird der Offensivmann vom Oberligisten SpVgg Vreden gemeinsam mit dem bisherigen Co-Trainer Dirk Haveloh die erste Mannschaft trainieren. Wir haben mit dem 28-Jährigen gesprochen.

Kam die Anfrage aus Alstätte für Sie überraschend?
Nicht so wirklich, muss ich sagen. In den letzten Jahren kamen immer mal wieder anfragen von verschiedenen Vereinen. Ich habe aber immer abgesagt, weil ich weiterhin so hoch wie möglich spielen und mich darauf konzentrieren wollte.

Was hat sich daran jetzt geändert?
Zum einen war es immer mein Ziel, mit der SpVgg Vreden das Maximum zu erreichen, also den Aufstieg in die Oberliga. Das ist uns jetzt gelungen, wenn auch aufgrund von Corona anders als geplant. Ein zweiter Grund ist, dass ich nächstes Jahr noch mal ein Masterstudium anfange, da würde der Trainingsaufwand in der Oberliga zu hoch werden.

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Und der Aufwand in Alstätte?
Der wäre als alleiniger Trainer auch zu hoch gewesen. Das habe ich von Anfang an in den Gesprächen mit den Alstättern so kommuniziert. Der VfB hatte dann die Idee, dass ich es mit Dirk zusammen machen könnte. Er hatte auch schnell Interesse, und da wir uns ja auch aus unserem Beruf gut kennen und schon zusammengearbeitet haben, haben wir beide relativ fix zugesagt.

Was erwarten Sie sich von der Zusammenarbeit?
Erst mal ist das Vertrauen da, weil wir uns schon kennen. Das ist mit das Wichtigste. Es ist auch immer von Vorteil, wenn man jemanden mit „Stallgeruch“ an seiner Seite hat. Bei der ersten Station als Trainer natürlich besonders. So lastet nicht ganz so viel Druck auf mir. Denn ich denke schon, dass ich gewisse Vorschusslorbeeren habe und einiges von mir erwartet wird. Diese Konstellation ist eigentlich ideal für den Einstieg.

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Wie hat ihr jetziges Team in Vreden auf die Nachricht reagiert?
Ein paar Jungs haben sich schon bei mir gemeldet. Ich muss sagen, dass es auf jeden Fall auch ein bisschen wehtut zu gehen, denn wir haben wirklich eine geile Truppe zusammen. Natürlich hoffen wir, dass wir zusammen noch einige Spiele machen und an unseren guten Saisonstart anknüpfen können.

Welche Perspektiven sehen Sie danach in Alstätte?
Also erst mal hoffe ich natürlich, dass die Mannschaft in der Bezirksliga bleibt. Aber da vertraue ich darauf, dass Jogi das richten wird. Wir kennen uns ja schon ewig und über ihn habe schon in den letzten Jahren immer wieder Informationen über die Mannschaft bekommen. Das ist eine junge, hungrige Mannschaft und ich freue mich drauf, mit ihr zu arbeiten. Aber eins ist auch klar: In der Bezirksliga wird es für Alstätte immer um den Klassenerhalt gehen.

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