Ottink verhindert Debakel

Fußball-Westfalenliga: SpVgg Vreden

Ein zweites „Coesfeld“ hatte die SpVgg Vreden im gestrigen Heimspiel gegen den Delbrücker SC sicher nicht erwartet – ein Debakel, wie es die Vredener vor Wochenfrist der DJK beschert hatte, blieb ihnen aber auch erspart. Obwohl die Gäste nach dem Doppelschlag zum 2:0-Sieg in der Schlussphase ein halbes Dutzend hochkarätige Chancen auf dem Fuß hatten. Aber: Die SpVgg hatte einen überragenden Torhüter Riccardo Ottink zwischen den Pfosten.

VREDEN

, 03.05.2015, 19:27 Uhr / Lesedauer: 1 min
Ausgebremst: Gegen zwei Delbrücker Akteure ist für Jan Temme kein Durchkommen möglich

Ausgebremst: Gegen zwei Delbrücker Akteure ist für Jan Temme kein Durchkommen möglich

Hatte es zunächst danach ausgesehen, als ob Riccardo Ottink (Foto) zur tragischen Figur hätte werden können, als er in der 50. Spielminute bei einem Schuss der Delbrücker das nasse, rutschige Leder aus den Händen gleiten und dem Torschützen Manuel Eckel passend vor die Füße klatschen ließ, so avancierte der SpVgg-Torhüter in den letzten zehn Spielminuten zum sicheren Rückhalt. Und mit nicht weniger als einem halben Dutzend bester Paraden und Reflexe verhinderte er für seine Elf ein zweites „Coesfeld“.

Druckvolles Spiel

Die Gäste aus Delbrück sorgten von Beginn an für ein druckvolles Spiel, dem die Gastgeber anfangs eine gut geordnete Defensivabteilung entgegenhielten – eigene Tormöglichkeiten blieben Mangelware. Mit zwei Ausnahmen: Sebastian Hahn und Marc van den Berg ließen einen möglichen Vorsprung aus. Auf der anderen Seite sorgten Philipp Klaus (15.) und Dominik Malossek (27.) für die ersten Warnschüsse des Delbrücker SC. In Halbzeit zwei begann die SpVgg deutlich mutiger und aggressiver – bis Ottink das folgenschwere Missgeschick unterlief. Torschütze Eckel nahm nur fünf Minuten später erneut Maß und holte aus halbrechter Position mit einem satten Flachschuss zum 2:0 aus. Wenige Minuten später musste SpVgg-Trainer Marcus Feldkamp reagieren: Jan Temme, früh „gelb-rot“-gefährdet, und Marc van den Berg verließen den Platz, Marco Aydin und Daniel Diekenbrock übernahmen. Auch Dominic Steiner hatte sich zeitig eine erste Verwarnung eingehandelt – in der 68. Minute sah er nach einem Handspiel die „Ampelkarte“: Bisher hatte der Innenverteidiger nicht eine Minute in den Meisterschaftsspielen verpasst.

Schlagworte:
Lesen Sie jetzt