Peter Neururer zu Gast in Stadtlohn – aber nicht als Trainer

mlzFußball

Kulttrainer Peter Neururer war diese Woche zu Gast in Stadtlohn. Jedoch kam er nicht als Fußballcoach an die Berkel. Er besuchte dort einen neuen Geschäftspartner.

Stadtlohn

, 09.05.2020, 14:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Am Montag gab Peter Neururer bekannt, seine Trainerkarriere in Deutschland zu beenden und sich nun um den Bereich Personal und Sportmanagement bei der Stölting Sportmanagement GmbH in Gelsenkirchen zu kümmern. Dort wird er in Zukunft auch häufig auf Stefan Hilverling und sein Team der DVAG aus Stadtlohn treffen, die dort für die Betreuung in Finanz- und Versicherungsfragen tätig sind. Am Dienstag trafen sich beeide in seinem Büro in Stadtlohn, um weitere Details zu besprechen.

Für Sportler hat Stefan Hilverling schon lange ein offenes Ohr, ohne dabei selbst aktiver Fan zu sein. Durch einen Kontakt beim Radsportteam Festina, der als Geschäftsführer zu 1860 München wechselte, bekam Hilverling erste Kunden im Bereich des Profifußballs.

Martin Stranzl öffnet weitere Tür

Eine weitere Tür in diesem Bereich ging für ihn auf, als Martin Stranzl, damals Kapitän bei Borussia Mönchengladbach, ein Haus von einem seiner Mandanten kaufte. „Die Chemie zwischen uns beiden stimmte sofort und er hat mich aufgrund seiner Erfahrungen in seinem Netzwerk weiterempfohlen,“ so Stefan Hilverling. Viele Kontakte sind bis heute geblieben und er hat sie noch weiter ausgebaut. „Die Fußballer schätzen an mir, dass ich nicht als Fan zu ihnen komme, und sie mögen die Bodenständigkeit der Westmünsterländer.“

Im Pressegespräch mit der Münsterland Zeitung schloss Neururer eine zukünftige Tätigkeit als Trainer nicht aus. Nur eben nicht mehr in Deutschland, das ließe sich mit seiner neuen Tätigkeit nicht vereinbaren. Ein Amt als Nationaltrainer käme aber weiterhin für ihn infrage und momentan würden auch Gespräche mit einem europäischen Verband, dessen Team sich nicht für die kommende EM qualifiziert hat, laufen. Wegen der aktuellen Corona Krise liegen diese aber erst mal auf Eis.

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Als Berater im Sportmanagement wird er sein Hauptaugenmerk auf die ganzheitliche Beratung legen. „Wir wollen nicht die große Masse, sondern legen Wert auf die Qualität“, so Neururer. Auch für den Jugendbereich hat man sich selbst Regeln gesetzt. „Wir werden nicht in den unteren Jugendbereichen schauen, sondern erst ab U 19 aufwärts, darunter sind die Eltern die wichtigeren Ansprechpartner für die Jugendlichen.“

Auf alle Fälle kann Neururer viele seiner Erfahrungen als Sportler und Trainer an seine Klienten weitergeben. In dem gut zweistündigen Pressegespräch erzählte er viele Anekdoten aus seiner Vergangenheit und von seinen Lehren, die er daraus gezogen hat. Inzwischen ist ein wichtiger Bestandteil die Gesundheit. Dies wurde ihm nach einem Herzinfarkt beim Golf spielen klar, als er für vier Tage im Koma lag.

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Sein großes Ziel war immer die Bundesliga, als Spieler wurde dies ihm nach einer schweren Verletzung in jungen Jahren verwehrt, als Trainer hat er es dann durch einen Kontakt zu Horst Hrubesch geschafft, der ihn damals zu mit den Worten, „Wenn du Lust hast, kannst du morgen um 9 Uhr an der Hafenstraße anfangen,“ als Co-Trainer zu RW Essen geholt hat. Tags drauf kündigte er seinen Job als Lehrer. Von nun an gibt er seine Erfahrungen an junge Spieler und Trainer weiter.

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