Radtour durch Kneipe, Wiesen und Wälder

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Die 24. ATB Tocht-Radtour von Marveld zog über 2000 Radfahrer an, die am Tag vor Silvester durch das Grenzgebiet fuhren und dabei allerlei zu sehen bekamen.

Vreden

, 31.12.2019, 12:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Der Himmel färbte sich von der aufgehenden Sonne leuchtend rot. Es war gerade einmal knapp über ein Grad, dennoch fuhren bei der Marvelder ATB Tocht-Radtour so viele Fahrer mit, wie nie zuvor.

Über 2000 Teilnehmer trafen sich am Montagmorgen am Campingpark in Marveld, um sich auf eine Mountainbiketour durchs Grenzgebiet zu machen. Lange Schlangen bildeten sich schon früh an den Anmeldestellen und die Parkplätze waren schon so überfüllt, dass viele Fahrer ins zwei Kilometer entfernte Groenlo fahren mussten. Nach der Startprozedur mussten sich die Fahrer entscheiden, ob sie 35, 45 oder 60 Kilometer radeln wollten. Die Strecken waren mit roten Pfeilen hervorragend abgesteckt, sodass es unmöglich war, sich zu verfahren.

Kleine Wege

Nach dem Start ging es über einen kleinen Wall auf eine kleine Spurrille, hierbei war zum ersten Mal die Fahrtechnik wichtig, um nicht in den Fluss zu fahren.

Über kleine Wege entlang an Flüssen, über Brücken und durch Felder zog sich das lange Fahrerfeld hin. Dabei war es teilweise schwer, zu überholen. Man musste sich auch mal dem Tempo der Vorderleute anpassen. Immer wieder ging es durch Wälder, wo großes fahrerisches Geschick erforderlich war. Zwar ging es diesmal nicht direkt durch Kuhställe, aber über angrenzende Bauernhöfe an Ställen entlang und durch eine Halle, in der Kartoffeln in großen Holzkisten gelagert wurden.

Durch die Kneipe

Der Höhepunkt für die Teilnehmer kam ungefähr zur Hälfte der Strecke. Nachdem das Zwillbrocker Venn passiert wurde, ging es an der Barockkirche vorbei durch die Gaststätte Reirink, wo alle Fahrer lautstark von den Gästen empfangen wurden.

Einige blieben zwar etwas an der engen Eingangstür hängen, aber zu schwereren Unfällen kam es nicht. Nach dem Genuss dieser einmaligen Durchfahrt stärkten sich die Fahrer im Schoppen der Familie Reirink für die zweite Hälfte der Mountainbiketour . Warme Gemüsebrühe brachte die Körpertemperatur wieder auf Vordermann und die ausliegenden Rosinenbrötchen halfen gegen den großen Hunger.

Manche wärmten sich mit spontanen Tanzeinlagen bei guter Livemusik wieder auf. Einige Vredener Teilnehmer, die ihre Tour in Vreden starteten, beendeten sie dann nach 50 gefahrenen Kilometern mit ein paar Kaltgetränken bei Reirink.

Für alle anderen hieß es: zurück aufs Rad. Der kalte Wind kam ab diesem Zeitpunkt von vorne und alle Fahrer mussten sich noch einmal anstrengen, um die letzten Kilometer hinter sich zu bringen. Ein letztes Mal ging es um den Marvelder Campingpark, wo nach zwei kleinen Brückenüberquerungen das Ziel, am Pitch an Putt Golfplatz, wartete.

Energiereserven füllen

Dort wurden die Radler mit Speisen und Getränken empfangen, um die beim Radeln verbrauchten Energiereserven wieder zu füllen. Diejenigen, die zuletzt das Ziel erreichten, mussten aber auf die leckeren Hot Dogs verzichten, weil die Veranstalter nicht mit einem so guten Zuspruch gerechnet hatten.

Nach der geselligen Runde bei Kaffee, Kuchen, Bier und Würstchen, gab es noch die Gelegenheit, die verdreckten Fahrräder, mit einem Hochdruckreiniger zurück in einen sauberen Zustand zu versetzen, bevor die Räder wieder auf den Gepäckträger verfrachtet wurden und sich alle nach einem schönen letzten Fahrradausflug im Jahr 2019 auf den Weg nach Hause machten.

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