Rainer Hackenfort vor dem Ligastart: „Jeder im Verein will, dass wir Meister werden“

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Der Überflieger der bisherigen Kreisliga A-Saison ist zweifelsfrei der SV Heek. Das Team um Rainer Hackenfort legt am Sonntag wieder los. Und der Spielertrainer spricht über das große Ziel.

Heek

, 26.02.2020, 17:00 Uhr / Lesedauer: 3 min

Bevor der SV Heek am Sonntag mit dem Gastspiel bei Eintracht Ahaus II in den zweiten Teil der Mission Meisterschaft startet, haben wir mit Spielertrainer Rainer Hackenfort (36) gesprochen. Nachdem er bei seinem Amtsantritt im Sommer in Sachen Zielsetzung noch ein wenig zurückhaltend war, benennt er jetzt das klare Ziel Meisterschaft. Kein Wunder nach der bisher starken Saison.

Mit 4:2 hat Ihr Team am Dienstag in Osterwick den letzten Test vor dem Ligastart gewonnen. Eine gelungene Generalprobe, oder?
Ja, auf jeden Fall. Zumal Osterwick ja auch eine gute A-Liga-Mannschaft ist. Wir haben uns gut präsentiert und können mit der Leistung sehr zufrieden sein.

Sie selbst haben zwei Treffer dazu beigesteuert. Sind Sie nach der langen Verletzungspause im alten Jahr schon wieder komplett fit?
Ja, ich habe nach dem Spiel noch zu meinem Co-Trainer gesagt, wie erstaunlich das ist nach drei Monaten ohne Fußball. Am Wadenbein merke ich nichts mehr und auch konditionell gab es keinerlei Probleme. Es ist fast, als wäre ich nie weg gewesen.

In Heek gibt es ja bislang noch keinen Kunstrasenplatz. Wie lief denn die Wintervorbereitung insgesamt?
Die Bedingungen waren wie bei vielen Mannschaften nicht optimal. Ich glaube, wir konnten insgesamt nur zwei richtige Einheiten auf Rasen machen. Wir haben ja zum Glück unseren „Käfig“, das Mini-Spielfeld aus Kunstrasen. Darauf kann man im Vier-gegen-vier kleine Spielformen trainieren. Das ist schon sehr intensiv, wenn man es gescheit macht. Außerdem waren wir einmal in Enschede in einem Trampolinpark, das war mal eine willkommene Abwechslung. Unterm Strich bin ich schon zufrieden mit der Vorbereitung, auch weil die Trainingsbeteiligung sehr hoch war.

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Am Sonntag geht es nun zu Eintracht Ahaus II. In der Hinrunde hat Ihr Team mit 6:1 gewonnen. Wie sehen Sie die Voraussetzungen für das Rückspiel?
Erst mal sind wir froh, dass das erste Spiel bei der Eintracht ist, denn auf deren Kunstrasen können wir zu 99 Prozent spielen, was wichtig ist für die Planungssicherheit. Das Hinspiel ist aber jetzt kein Maßstab mehr, weil die Bedingungen jetzt ganz anders sind. Die Ahauser sind eine gute Herausforderung für uns. Sie haben zu Hause zum Beispiel Fortuna Gronau und den FC Vreden geschlagen, das sollte für uns Warnung genug sein und wir werden sie auf keinen Fall unterschätzen. Ich bin aber guter Dinge für das Spiel, weil wir im Moment außer Johannes Bendfeld keine Ausfälle zu beklagen haben. Alle sind motiviert und freuen sich, dass es endlich wieder losgeht.

Der Vorsprung auf Verfolger Union Wessum liegt nach 18 Partien bei sechs Punkten, der ASV Ellewick könnte im Nachholspiel noch mit Union gleichziehen. Wie schätzen Sie die Rollenverteilung im Titelrennen ein?
Gerade Union wird alles daran setzen, uns noch abzufangen. Und auch die Ellewicker sind natürlich noch in Schlagdistanz. Aber es gibt ja nicht nur die beiden. Auch Mannschaften wie den SuS Stadtlohn II und den FC Vreden sollte man noch nicht abschreiben. Trotzdem: Wir sind Erster, es sind noch zwölf Spiele zu gehen und jeder bei uns im Verein will, dass wir Meister werden. Deshalb werden wir auch alles dafür tun.

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Was spricht dafür, dass Ihre Mannschaft am 24. Mai, dem letzten Spieltag, immer noch ganz oben steht?
In erster Linie unsere Ausgeglichenheit. Wir haben nicht nur einen oder zwei Spieler, auf die sich die Gegner einstellen müssen. Unser großes Pfund ist, so glaube ich, die Defensive, wir haben mit Abstand die wenigsten Gegentore der Liga (Torverhältnis 49:12, d. Red.), können uns wirklich auf die Hintermannschaft verlassen und sind vorne immer für ein, zwei Tore gut. Positiv ist auch die Entwicklung unserer vielen jungen Spieler, die bis in die Haarspitzen motiviert sind.

Wie wird es in der neuen Saison weitergehen? Sind die Personalplanungen schon abgeschlossen?
Ja, da ist alles geklärt. Die Mannschaft bleibt komplett zusammen, bis auf Johannes Bendfeld, der wegen eines kaputten Knies aufhören wird.

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Vorher gibt‘s aber noch einiges zu feiern, der HSV wird ja in diesem Jahr 100 Jahre alt...
Das stimmt. Und wenn wir dann noch Meister werden und erstmals nach 50 Jahren in die Bezirksliga aufsteigen sollten, herrscht hier sicher ein paar Tage Ausnahmezustand in der Gemeinde. Schließlich können ja auch die Nienborger in der Kreisliga B Meister werden.

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