Rainer Hackenfort zu seiner Zeit beim TuS: „Wir hatten den maximalen Erfolg“

mlzFußball: Trainerinterview

Rainer Hackenfort ist vor drei Jahren von Eintracht Ahaus als Coach zum TuS Wüllen gewechselt und spricht im Interview über seine Tätigkeit als Spielertrainer beim Bezirksligisten.

Ahaus

, 11.06.2019, 19:19 Uhr / Lesedauer: 2 min

Der TuS Wüllen hat die Saison 2018/19 mit einer 1:3-Niederlage bei Vorwärts Epe abgeschlossen. Das war das letzte Pflichtspiel für Spielertrainer Rainer Hackenfort. Er wechselt in die Kreisliga A zum SV Heek. Wir haben mit dem TuS-Coach gesprochen.

Hallo Herr Hackenfort. Warum sind Sie vor drei Jahren von Eintracht Ahaus zum TuS Wüllen gegangen?

Ich wollte mit damals 32 Jahren die Trainerlaufbahn einschlagen und eine Elf eigenverantwortlich betreuen. Der TuS Wüllen war dafür die Toplösung. Der Platz lag praktisch vor meiner Haustür und ich konnte mit dem Rad zum Training fahren. Zudem hat der damalige TuS-Coach Manfred Ostendorf seine Mannschaft empfohlen.

Gibt es große Unterschiede zwischen Ahaus und Wüllen?

Wir trainieren nur zweimal Woche. Das war ein Schritt in eine schöne Richtung. Der TuS ist ein familiär geführter Verein. Er setzt fast ausschließlich auf Spieler aus dem eigenen Nachwuchs und ist bestrebt, Wüllener Fußballer zurück zum TuS zu holen. Nur Torhüter Stefan Mester kam in meinem ersten Jahr aus Stadtlohn. Das ist der Landesliga so nicht machbar.

Wie waren die ersten Eindrücke vom TuS-Kader?

Mir war schnell klar, dass die Mannschaft viel Potenzial hat. Da ließ sich einiges bewegen, das war für einen jungen Trainer wie mich eine reizvolle Aufgabe. Die junge Truppe hat auch drei Jahre lang konzentriert mitgearbeitet und sich sehr gut weiter entwickelt. Das hat einfach alles zusammengepasst.

Wo liegen die Stärken der Wüllener Elf?

Ganz klar in der Offensive. Alexander Edel und ich haben im ersten Jahr zusammen 52 Tore erzielt. Wir haben uns schon früher bei Eintracht Ahaus blind verstanden. Dann hatten wir mit Michael Haeske und Peter Theuring eine ganz starke Abwehr und im Mittelfeld hat Moritz Uppenkamp die Fäden gezogen und das Spiel gelenkt. Das war eine Topbesetzung.

Welche Schwächen haben Sie ausgemacht?

Die Wüllener Spieler mussten erst einmal die nötige Disziplin lernen. Meiner Meinung nach wurde beim Training und auch auf dem Platz viel zu viel geredet, gemeckert oder mit dem Schiedsrichter diskutiert. Das haben wir konsequent abgestellt. Jetzt verhalten wir uns als Mannschaft ruhig, das zahlt sich inzwischen auch in der Fair-Play-Wertung aus.

Wie sieht ihre persönliche Erfolgsbilanz nach den drei Jahren als Trainer beim TuS Wüllen aus?

Wir hatten in dieser Zeit mit der Mannschaft den maximalen Erfolg. In der ersten Saison sind wir ganz überlegen Kreisligameister in der Staffel 1 geworden. Wir standen schon vier Spieltage vor Saisonschluss als neuer Titelträger fest und haben in der gesamten Saison nur fünf der 30 Begegnungen verloren. Anschließend haben wir in der Relegation um den Bezirksligaaufstieg den Meister der Kreisliga Staffel 2, Adler Buldern, mit 6:0 geschlagen. Das war wohl das beste Spiel, das wir abgeliefert haben. Jetzt kicken wir zwei Jahre in der Bezirksliga und haben beide Spielzeiten auf einem einstelligen Tabellenplatz beendet. Andere Aufsteiger müssen schon nach einer Saison wieder runter. Und dann ist der TuS dreimal Ahauser Stadtmeister geworden, davon zweimal in der Halle.

Haben Sie als Trainer in Wüllen große Enttäuschungen mit ihrer Mannschaft hinnehmen müssen?

Ich bin sehr froh, dass mir das in den drei Jahren erspart geblieben ist. An große Enttäuschungen kann ich mich daher auch nicht erinnern.

Was für Ziele haben Sie mit dem SV Heek?

Ich übernehme in Heek eine recht junge Mannschaft, die in großen Teilen schon seit der C-Jugend zusammen spielt und damals Kreisligameister geworden ist. Da sehe ich einiges an Potenzial und Entwicklungsmöglichkeiten für die nächsten Jahre.

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