Reform bleibt ohne Zuspruch

Spielklassenstrukturreform

Die Vertreter von 23 der 27 Fußballklubs aus der Staffel Ahaus des Fußballkreises Ahaus/Coesfeld sind sich einig: "Es darf keine eingleisige A-Liga geben". Am Dienstag haben sie sich in Oeding getroffen und beschlossen, gegen die vom Kreisvorstand vorgeschlagene Einführung einer eingleisigen Kreisliga A für den Doppelkreis vorzugehen.

OEDING

, 15.01.2014, 16:35 Uhr / Lesedauer: 2 min

Burkhard Kiss (FC Oeding), der zusammen mit Vertretern seines Vereins, der SF Ammeloe, von GW Lünten, SuS Legden und Union Wessum sämtliche Fußballklubs aus dem „Nordkreis“ zu dem Treffen eingeladen hatte, zeigte sich überrascht über die „große Einigkeit“, die unter den Klubs herrscht: „Bis auf vier Vereine waren alle betroffenen Klubs gekommen und haben gegen die geplante Spielklassenstrukturreform gestimmt.“ „Wir bieten dem Kreisvorstand an, in einem persönlichen Gespräch nochmals die unterschiedlichen Auffassungen zu den geplanten Reformen zu diskutieren und einen gemeinsamen Weg zu finden. Wir sind weiterhin der Meinung, dass die geplante Reform um mindestens ein bis zwei Jahre verschoben werden sollte, um die weiteren Entwicklungen – durch Neuaufnahme von Vereinen in der Kreis 1 – abzuwarten und ein für alle Vereine des Nord- wie des Südkreises geeignetes Modell zu finden“, gab Kiss die Stimmung in der Veranstaltung wider. Im Vorfeld des Staffeltages bei der SpVgg Vreden (Donnerstag, 19.30 Uhr im Klubheim, Ottensteiner Straße) und der angekündigten Auskünfte zur kritisierten Reform haben die Vereinsvertreter folgende Argumente gegen die Reform festgehalten.

 

 

 

Die Argumentation dagegen: Die Vereine des Nordkreises sind nicht der Meinung, dass jeder Meister aufsteigen muss, sondern haben kein Problem damit, dass nur 1,5 Aufsteiger aus dem Kreis Ahaus/Coesfeld in die Bezirksliga aufsteigen können. Für uns ist dadurch eher sichergestellt, dass der Sieger dieses Entscheidungsspiels auch die Qualität besitzt, sich langfristig in der Bezirksliga zu halten. Allerdings sollte aufgrund der anstehenden Entscheidungsspiele zukünftig auch das Torverhältnis in den Kreisligen Berücksichtigung finden und mitentscheiden.

Wir stellen weiter fest, dass die Aufstiegsregelung nur für die kommende Saison gilt und wie bereits in den Durchführungsbestimmungen für den Spielbetrieb der Senioren des FLVW Kreis 1 festgelegt, jährlich vom FLVW-Verbandsfußballausschuss neu berechnet wird und sich nach der Anzahl der in den Kreisligen spielenden Mannschaften richtet. Bei den Anträgen zum Wechsel in unseren Kreis aus dem Borkener und Lüdinghausener Raum sehen wir insofern gute Chancen kurzfristig auch wieder in den Bereich von zwei Aufsteigern zu gelangen.

Die Kreisliga A ist so interessant wie nie. Wir sollten froh sein, eine so attraktive Kreisliga A Ahaus zu haben, in der es Woche für Woche zu vielen Ortsderbys kommt, die den Vereinen und ihren Clubheimen die so bitter benötigten Einnahmen beschert.

 

 

 

Das Gegenargument: Wir sind der Meinung, dass die Anzahl der in der Bezirksliga spielenden Vereine aus dem Kreis 1 auf die Spielklassenstrukturreform (elf anstatt 15 Bezirksligen) zurückzuführen ist und die vom Zwangsabstieg betroffenen Vereine die Qualität in den Kreisligen A eher verbessert hat.

 

 

 

 

Das Gegenargument: Wir sind der Meinung, dass sich der demographische Wandel sicher nicht im Seniorenbereich, sondern zuerst im Jugendbereich auswirken wird. Die Anzahl der vor dieser Saison angemeldeten Mannschaften in den Kreisligen ist gestiegen und nicht gesunken!

 

 

 

 

Das Gegenargument: Wir wissen, dass bei Spielen im Seniorenbereich die Zuschauerresonanz am Sonntagnachmittag wesentlich höher ist als im Jugendbereich. Daraus eine Begründung für eine eingleisige Kreisliga A abzuleiten ist im Bezug auf die vorgebrachten Gegenargumente (Ausbleibende Einnahmen aufgrund fehlender Ortsderbys) wirkungslos. Zumal die Einführung im Jugendbereich seinerzeit nicht zur Diskussion gestellt wurde!

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