Ritt durch den Glutofen

Südlohner meistert Ironman

SÜDLOHN So schnell wie am Samstag war Uwe Kappelhoff auf Hawaii noch nie wieder im Ziel: Bei seinem dritten Ironman-Start auf der Sonneninsel im Pazifik wurden die Stoppuhren für den 33-jährigen Südlohner bei 9:12:30 Stunden angehalten.

von Von Bernhard Mathmann

, 12.10.2009, 14:20 Uhr / Lesedauer: 2 min
<p>Der überwiegende Teil der 180-Kilometer-Tour über den Ka'alunmanu-Highway von Kalua-Kona bis nach Hawi führt durch die Lava-Wüsten von Hawaii: Uwe Kappelhoff benötigte für die Teildisziplin des Ironman 2009 am Samstag 4:59:21 Stunden.  <p></p> </p>

<p>Der überwiegende Teil der 180-Kilometer-Tour über den Ka'alunmanu-Highway von Kalua-Kona bis nach Hawi führt durch die Lava-Wüsten von Hawaii: Uwe Kappelhoff benötigte für die Teildisziplin des Ironman 2009 am Samstag 4:59:21 Stunden. <p></p> </p>

3,8 Kilometer Schwimmen von der Kailua Bay hinaus in den offenen Pazifik und zurück, 180 Kilometer auf dem Rennrad durch den "Glutofen" Hawaiis und abschließend noch einen Marathonlauf: Die Weltmeisterschaften der Triathleten wurden erneut zur Extrem-Herausforderung für die Athleten aus aller Welt. Und wer die Ziellinie dann schließlich passiert hatte, durfte sich zurecht "Ironman" nennen.

  "Eines ist klar: Hawaii ist eine Reise wert. Zum dritten Mal nach 2000 und 2007 will ich den Ironman Hawaii wieder in Angriff nehmen, aber diesmal als Profi", hatte Uwe Kappelhoff unmittelbar vor der Abreise in den Pazifik wissen lassen. Mit Ehefrau Nicole und den Kindern Jana (11) und Marvin (8) hatten die Südlohner nach 30-stündiger Anreise Hawaii erreicht.

Die ersten Tage waren noch kurzen Trainingseinheiten und Poolbesuchen vorbehalten, heißt es in den ersten Berichten, die Uwe Kappelhoff auf seiner Homepage veröffentlicht. "Es ist unglaublich, wie belebt der Alii Drive ist. Athleten über Athleten. Und die laufen, als gäbe es kein Morgen mehr. Ob alle, die mich dabei übereholen, auch als Profis starten, bezweifle ich", teilt er mit. "Nur nicht anstecken lassen und Ruhe bewahren. Am Renntag wird sich zeigen, wer sich die letzten Tage richtig eingeteilt hat", spekuliert er nach seinen letzten Trainingseinheiten.

Am Samstag zeigt sich Kappelhoff, der 2000 bei seiner Ironman-Premiere auf Hawaii 9:56 Stunden benötigt hatte und 2007 nach 9:22 Stunden im Ziel gewesen war, in Hochform. Nach 57:23 Minuten kehrt er aus den Pazifik-Fluten an Land zurück und wechselt als 165. auf seine Rennmaschine.

"Giftiger Gegenwind"

Trotz der "giftigen" Gegenwinde auf dem Weg an die Nord-Ostküste Hawaiis in Hawi lässt Kappelhoff Konkurrentv um Konkurrent hinter sich - 4:59:21 Stunden hat der "Ritt durch den Glutofen" gedauert. Beim Marathonlauf bis zum National Energy Laboratorium und zurück zeigt es sich, dass Kappelhoff noch reichlich Reserven hat: Selbst auf den letzten Metern bis ins Ziel behält er seinen Raum greifenden Schritt bei und überholt die Australierin Mirinda Carfrae, die als zweitschnellste Frau finishen wird.

Kappelhoff ist nach genau 9:12:30 Minuten im Ziel: Platz 36 in der Profiklasse steht zu Buche - Platz acht in der inoffiziellen "Nationenwertung" der deutschen Profis.

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