Traum vom Saisonfinale in eigener Halle für TuS-Turnerinnen geplatzt

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Auch wenn schon zwei Wettkämpfe wegen der Corona-Krise abgesagt worden waren – die Wüllener Turnerinnen hatten Hoffnung, dass die Drittliga-Saison gestartet werden sollte. Nun kam das Aus.

Ahaus

, 02.08.2020, 09:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Bis zuletzt bestand noch Hoffnung, nun wurde diese den Turnerinnen des TuS Wüllen genommen: In der 3. Bundesliga werden in diesem Jahr keine Wettkämpfe ausgetragen. Zwei Wettkampftage waren schon abgesagt worden, zwei weitere sollten noch stattfinden – unter anderem der Finaltag im Jahre des 100-jährigen Bestehens des Vereins in der Ahauser Vesterthalle am 14. November.

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Je nach aktueller Corona-Lage und in Abstimmung mit der Stadt Ahaus wäre der TuS Wüllen bereit gewesen, diesen Wettkampftag auszutragen, teilt Trainer Jürgen Schalk mit. Drei Monate vor dem geplanten nächsten Wettkampf am 17. Oktober erfolgte nun die Absage sowohl in der Regionalliga als auch in der 3. Bundesliga durch die Deutsche Turnliga – die 1. und 2. Liga soll hingegen starten.

Gesundheits- und Verletzungsschutz haben Priorität

Vor dieser Entscheidung hatte der Verband Rücksprache mit den Mannschaften gehalten: „Es hat sich unter anderem herausgestellt, dass die Mannschaften durch die unterschiedlichen Corona-Vorgaben unterschiedliche Trainingsstände aufweisen. Das ist sowohl sportlich unfair als auch gefährlich“, erklärt Jürgen Schalk. Auch hätten sich schon einige Ausrichter gegen die Durchführung der Wettkämpfe ausgesprochen, erklärt Schalk – unter anderem weil der Mehraufwand zu hoch und das Hygienekonzept nicht umsetzbar gewesen sei.

„In unsere Überlegungen sind neben vielen anderen Aspekten an oberster Stelle der Gesundheits- und Verletzungsschutz unserer Turnerinnen eingeflossen“, teilte die Abteilungsleiterin Frauen in der Deutschen Turnliga, Bettina Ländle, den Vereinen mit.

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„Für uns ist das natürlich schade, wir hatten ja noch gehofft. Und wir hatten in diesem Jahr eine richtig starke Mannschaft beisammen“, berichtet Jürgen Schalk auch mit Blick auf das erhoffte Finale in Ahaus: „Womöglich hätten wir mit Heimpublikum dort noch richtig etwas erreichen können.“ Über allem stünden jedoch die Gesundheit aller Beteiligten und das Ansinnen, das Infektionsrisiko zu minimieren.

Nächstes Ziel: DTG-Pokal Ende September

Nun gelte es vor allem, die Motivation hoch zu halten. Im Training könnte nun verstärkt an Elementen gearbeitet werden, die jüngeren Turnerinnen erhielten die Chance, sich weiterzuentwickeln. Im Frühjahr 2021 soll es dann mit gleichem Teilnehmerfeld in der 3. Bundesliga weitergehen. Für einen Ausblick sei es noch zu früh, so Schalk. Er blickt eher in Richtung Ende September und den DTG-Pokal in Dortmund, gleichsam Qualifikation für die Deutschen Meisterschaften: „Stand jetzt soll das Event stattfinden, das kann auch richtungsweisend für die Zukunft werden.“

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Apropos Zukunft: Insgeheim wünscht es sich der Coach, dass der Verband dem TuS Wüllen einen Wettkampftag erneut zuteilt: „Dieser Finaltag im November wäre letztlich noch unser einziges Highlight im Jubiläumsjahr gewesen. Wäre doch klasse, wenn wir das im neuen Jahrauch auch nachholen dürften.“

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