Saison mit Nachschlägen

Fußball in der Region

Offiziell ist der Punktespielbetrieb für die Seniorenmannschaften am Pfingst-Wochenende beendet worden - jetzt steht der Saison-"Nachschlag" auf dem Programm: Möglich ist ein Spielbetrieb bis zum Ende des Monats.

AHAUS/KREIS

, 10.06.2014, 12:00 Uhr / Lesedauer: 2 min
Im November 2013 stellte Willy Westphal, Vorsitzender des Fußballkreises Ahaus/Coesfeld, in einer Infoveranstaltung den Plan von einer eingleisigen A-Liga vor - die Vereine sprachen sich schon damals in Legden vehement dagegen aus.

Im November 2013 stellte Willy Westphal, Vorsitzender des Fußballkreises Ahaus/Coesfeld, in einer Infoveranstaltung den Plan von einer eingleisigen A-Liga vor - die Vereine sprachen sich schon damals in Legden vehement dagegen aus.

Willy Westphal, Vorsitzender des Fußballkreises Ahaus/Coesfeld, sieht mit seinen Kollegen aus dem Spielausschuss der Saison-Verlängerung gelassen entgegen - noch.

Wenn am Donnerstagabend um 19 Uhr beim Oberliga-Aufsteiger SuS Stadtlohn der FC Epe als Meister der Kreisliga A Ahaus und der VfL Billerbeck als Primus der Kreisliga A Coesfeld zum Entscheidungsspiel um den direkten Aufstieg in die Bezirksliga kicken, dann herrscht nicht nur Spannung im Hülsta-Sportpark. Denn vom Ausgang dieses Spiels hängt es ab, ob sich eine ganze Vielzahl von Mannschaften aus der Staffel Ahaus weiterhin Hoffnungen auf den Klassenverbleib machen dürfen.

Gewinnt FC Epe das Spiel in Stadtlohn, bleibt der VfB Alstätte A-Ligist, SpVgg Vreden III B-Ligist und FC Epe III C-Ligist - DJK Eintracht Stadtlohn würde dann in der Relegation gegen B-Liga-Vizemeister FC Epe II um den Verbleib in der Kreisliga A spielen, der 1. FC Oldenburg träfe dann auf den C-Liga-Vizemeister, der am heutigen Mittwoch im Entscheidungsspiel in Lünten zwischen FC Oeding II und Germania Asbeck ermittelt werden muss.

Wann diese Relegationsspiele stattfinden können, ist noch offen. "Wir werden das Spiel zwischen Epe und Billerbeck abwarten müssen", meinte Staffelleiter Manfred Nieland (Ottenstein) am Pfingstmontag. Sollte nämlich der VfL Billerbeck den direkten Zug in die Bezirksliga nehmen können, könnte der FC Epe in zwei weiteren Spielen gegen den Meister der A-Liga-Lüdinghausen, SuS Olfen (am 15. Juni in Olfen und am 19. Juni in Epe) seine zweite Chance zum Bezirksliga-Aufstieg nutzen. Sollte aber auch das misslingen, müssten VfB Alstätte und SpVgg Vreden III in die Relegation; FC Epe III müsste dann künftig in der D-Liga kicken.

Zum Spiel in Stadtlohn meinte Westphal: "Beide Mannschaften haben sich nach 30 Spielen um Punkte als wohlverdienten Lohn den Meistertittel gesichert. Leider ist in diesem Jahr und nach Lage der Dinge auch im nächsten Jahr der Meister der beiden Kreisligen A Ahaus und Coesfeld nicht automatisch Aufsteiger in die nächsthöhere Klasse." Aufgrund der Spielklassenstrukturreform des Verbandes habe der Fußballkreis auf Jahre nur noch 1,5 Aufsteiger, so dass ein direkter Bezirksligaaufstieg für beide Meister verwehrt bliebe, betonte er. "Sportlich höchst fragwürdig, wenn nach 30 Meisterschaftsspielen nochmal ein Entscheidungsspiel über den wohlverdienten Aufstieg entscheiden muss. Eine Änderung kann in Zukunft nur erreicht werden, indem durch eine eingleisige Kreisliga A in unserem Kreis der direkte Aufstieg in die Bezirksliga möglich ist", erinnerte Westphal an die Diskussionen im Winter 2013, als sich die Vereine vehement gegen diese Reform ausgesprochen hatten.

"Nur gut", meinen die Verantwortlichen aus dem Kreisvorstand und dem Fußballausschuss, dass die Meisterschaft in beiden Kreisligen A am 30. Spieltag entschieden war. "Nicht auszudenken, wenn zur Ermittlung der Meisterschaft auch noch Entscheidungsspiele in der jeweiligen Kreisliga A zu spielen gewesen wären. Eine Herausforderung, die für alle Mannschaften eine hohe Belastung beinhaltet hätte und terminlich möglicherweise nicht zu bewältigen gewesen wäre", gab Westphal zu bedenken.

Um so fragwürdiger sei indes für einige Mannschaften und Vereine die späte Klarheit über weitere Entscheidungsspiele in den unteren Kreisligen und das nicht mehr kalkulierbare Ende einer Saison: Spätestens am 19. Juni könnten weitere entscheidende Spiele angesetzt werden. "Mannschaftsfahrten werden sich wohl im nächsten Spieljahr nicht mehr an den letzten Spieltag anschließen lassen", gab Westphal zu bedenken.

 

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