Die große Sehnsucht: Der SC Südlohn nimmt den nächsten Anlauf auf den Derbysieg

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Gleich zum Saisonstart kommt es zum Derby zwischen dem FC Oeding und dem SC Südlohn. Die Gäste warten seit September 2015 auf einen Sieg. Ob sie die Negativserie nun durchbrechen können?

09.08.2019, 05:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Früh im Spieljahr ist bei den Fußballern im Fußballkreis Ahaus/Coesfeld das große Derby-Fieber ausgebrochen: So stand die erste Pokalrunde ganz im Zeichen dieser Lokalvergleiche und auch der erste Spieltag in der Kreisliga A1 bringt gleich das Derby schlechthin in der Liga: Der FC Oeding erwartet am Sonntag ab 15 Uhr den Nachbarn SC Südlohn an der Winterswyker Straße.

Und die Vorzeichen sind klar: Geht es nach den Gästen, so soll nach knapp vier Jahren und sieben Spielen in Reihe ohne Sieg das Pendel endlich wieder einmal umschlagen. Für Coach Carsten Potthoff ist diese Partie sogleich Punktspiel-Premiere beim SC.

Ähnliche Ausgangslage für beide Kontrahenten

Die Ausgangsstellung ist in beiden Lagern eine ähnliche: Verlief die vergangene Saison bei den Südlohnern nahezu durchweg unbefriedigend, so war bei den Oedingern sicher die zweite Serie suboptimal. Für Trainer Jeroen van der Veen allerdings erklärbar: „Unser Kader war und ist dünn, die Ausfallliste wurde zu groß. Jetzt haben wir einen strammen und guten Kader, viel passieren sollte aber nicht wieder.“ Nun steht alles auf null und der Blick geht nach vorne.

Gut vorbereitet sieht der Niederländer seine Mannen auf die Saison und den emotionalen Kraftakt zu Beginn. „Ich finden das Derby zum Auftakt klasse – gerade für die Zuschauer, die ihre Mannschaft zum ersten Mal sehen wollen. Und das bei guten Bedingungen.“ Ähnlich sieht es sein Gegenüber Carsten Potthoff: „Man muss es nehmen wie es kommt. Momente sind mal günstig, mal weniger günstig.“ Personell günstige Momente haben beide Auswahlen erwischt.

Neben Spielertrainer Jeroen van der Veen fehlt dem FC allein noch David Schüring (Urlaub), beim SC muss – neben Langzeitverletzten – nur Robin Volks ersetzt werden.

Kaum Personalsorgen

Van der Veen hatte mit drei Spielen in sechs Tagen die Zügel zuletzt noch einmal angezogen, mit Ausnahme des Pokalspiels beim TSV Ahaus – auch wegen „schwerer Beine“ – war er zufrieden. Und so ist er auch froh, dass es nun endlich um Punkte geht gegen einen Gegner, der mehr denn je „über den Kampf“ kommen werde. „Südlohn wird die Serie beenden wollen, wir wollen sie natürlich ausbauen“, sieht er sein Team gerüstet.

Weniger erfolgreich zeigte sich der Gast in den Testspielen, die allesamt verloren wurden. „Allerdings waren die Gegner auch keine Laufkundschaft. Gerne hätte ich mehr Spiele ausgetragen, doch haben die Gegner sämtlich absagen müssen. Damit müssen wir nun leben“, sieht Potthoff seine Elf trotz allem gut eingestellt.

Die große Sehnsucht nach Erfolgserlebnissen

Weiter: „Wir werden in jedem Fall ein konkurrenzfähiger Gegner sein.“ Der Tenor sei eindeutig: „Die Jungs haben es satt, auf verpatzte Saisonstarts und verlorene Derbys angesprochen zu werden.“ Die Sehnsucht nach Erfolgserlebnissen – nicht nur in den Derbys – sei spürbar. Potthoff nimmt seine Mannen angesichts der Negativserien aber auch in die Pflicht: „Wir sind in der Bringschuld.“

An ein Derby zu seiner aktiven Zeit in den 90er-Jahren beim SC kann sich der Ex-Torhüter nicht erinnern.

Echte Premiere

„Wir spielten in der Verbands-, Oeding wohl in der Landesliga. Den Oedinger Platz hab ich nicht wirklich in Erinnerung.“ Das wird sich nun ändern – vor einem Derby, das nunmehr seit einigen Jahren auf Augenhöhe ausgetragen wird.

MLZ-Tipp: 2:2

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