Schallmauer durchbrochen

Fußball-Westfalenliga. SpVgg Vreden

Dass der Fußball-Westfalenligist TuS Dornberg trotz des feststehenden Abstiegs die Flinte nicht ins Korn werfen sollte, war der SpVgg Vreden und deren Trainer Marcus Feldkamp nach der Analyse des TuS-Auftritts in Schermbeck bekannt: Mit einer konzentrierten Leistung blieb die SpVgg gestern verdienter 4:2 (1:0)-Sieger.

VREDEN

, 07.06.2015, 19:49 Uhr / Lesedauer: 2 min
Fabian Herbers (l.) und die SpVgg Vreden hielten den Absteiger TuS Dornberg mit 4:2 in Schach.

Fabian Herbers (l.) und die SpVgg Vreden hielten den Absteiger TuS Dornberg mit 4:2 in Schach.

„Von Resignation oder Unlust war in Dornberg nichts zu spüren – auch nicht, als wir uns bereits mit 3:0 abgesetzt hatten“, verdeutlichte Feldkamp nach dem Abpfiff des letzten Auswärtsspiels in dieser Saison. Seine Elf bekam indes das Gegenteil zu spüren, als die Dornberger mit zwei Treffern zum Anschluss ausholten. „Mit dem Tor von Marco Aydin haben wir aber den Sack zugemacht – und unser erstes Saisonziel erreicht: Wir wollten die 40-Punkte-Schallmauer durchbrechen“, freute sich Feldkamp.

Zehn Minuten hatten die Vredener Gäste benötigt, um ihren Spielfaden aufzunehmen. Und es sollte bis zur 40. Minute dauern, ehe sie ihre Feldüberlegenheit auch nach außen sichtbar machen sollten: Nils Temme erzielte den überfälligen Führungstreffer – und hätte nur wenig später sogar auf 2:0 erhöhen können.

Temmes 15. Saisontor

Dies blieb nach dem Seitenwechsel Fabian Herbers vorbehalten, der in der 52. Minute die gute Startphase der Vredener mit seinem dritten Saisontor krönte. Nur zwei Minuten später war sein Sturmpartner Nils Temme ein weiteres Mal zur Stelle und markierte den 3:0-Zwischenstand – bereits zum 15. Mal trug sich der Stürmer in die Torjägerliste der Vredener ein.

Einige Momente der Unachtsamkeit und wohl auch schon im Gefühl eines sicheren Sieges blieben nicht ohne Wirkung: In der 72. Minute holte Sergeij Rempel zum 1:3 aus und in der 75. Minute Henrik Steinke sogar zum 2:3. „Eigentlich hatten wir den TuS da, wo wir ihn hin haben wollten. Das hätte sich dann in dieser Phase fast gerächt“, meinte Trainer Feldkamp. Das Gefühl, dass seine Elf dieses Spiel noch hätte hergeben müssen, beschlich ihn aber nicht.

Und der eingewechselte Marco Aydin setzte schließlich „den Deckel auf den Topf“ (88.), sodass die Vredener auf der Rückfahrt schon ihre Geburtstagskinder Alexander Buning und Daniel Diekenbrock gebührend feiern konnten. „Jetzt wollen wir unseren achten Platz auch behalten“, gab Feldkamp als „weiteres Saisonziel“ aus: Am nächsten Sonntag geht es gegen den TuS Hiltrup.

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