„Sensationell“: TuS II siegt mit zwei Torwarten und 56-jährigem Trainer

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Ein Sieg gegen die SG Gronau wäre auch mit vollem Kader ein Erfolg für den TuS Wüllen II gewesen. Beim 2:0 am Sonntag trat der TuS aber derart ersatzgeschwächt an, dass selbst der Trainer ran musste.

Wüllen

, 26.10.2020, 17:19 Uhr / Lesedauer: 1 min

Der TuS Wüllen II galt vor der Saison nicht gerade als Kandidat für die vorderen Plätze in der Kreisliga B1. Nun hat sich das Team aber in die Situation gebracht, als Tabellenzweiter am kommenden Samstag ein Topspiel gegen Spitzenreiter VfB Alstätte II bestreiten zu dürfen.

Für diese Ausgangslage war zuletzt der 2:0-Erfolg gegen die SG Gronau ausschlaggebend. Dabei durften sich die Wüllener vor der Partie nicht unbedingt große Siegchancen ausrechnen. „Mir haben acht Spieler gefehlt“, erklärte Trainer Frank Demuro hinterher. „Da unsere erste Mannschaft auch mit erheblichen Ausfällen zu kämpfen und unsere dritte ein Spitzenspiel hatte, mussten wir mit sehr schmalem Kader antreten.“

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Das bedeutete: drei Spieler auf der Bank, darunter Torwart Steffen Büscher, Trainer Demuro mit 56 Jahren und Luis Hemling, der nur für einen Kurzeinsatz infrage kam. Im Spielverlauf kam es dann, wie es kommen musste. Ein Stürmer verletzte sich, sodass Keeper Büscher im Angriff ran musste. Jürgen Kremer, eigentlich schon bei den Alten Herren, musste später mit Krämpfen vom Platz und in der Schlussphase musste wegen einer weiteren Verletzung auch noch Trainer Demuro aufs Feld, um die Führung mit zu verteidigen zu verteidigen. Und das klappte.

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„Mein letztes Spiel habe ich vor 20 oder 25 Jahren bestritten“, berichtet der Trainer, der sich grundsätzlich aber fithält. Für ihn war dieser Erfolg eine große Überraschung. „Das war ein sensationeller Sieg, den sich die Mannschaft aber mit einer sensationellen Leistung verdient hat“, so Demuro.

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