SF Ammeloe spielen auch im Lockdown Fußball: „Polizei hat‘s erlaubt“

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Während andere Fußballmannschaften sich derzeit hauptsächlich über virtuelle Plattformen treffen, haben die Sportfreunde Ammeloe einen Weg gefunden, ganz real gemeinsam zu trainieren.

Ammeloe

, 16.11.2020, 18:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Die einen bestreiten ihre Einheiten während des November-Lockdowns gemeinsam vor dem Monitor, die anderen veranstalten Teamchallenges und wieder andere gehen für sich allein laufen. Das genügt den Sportfreunden Ammeloe nicht. Sie trainieren weiterhin auch draußen mit dem Ball. Und das, wie die Trainer Jürgen Banken und Andre Stroetmann versichern, ohne gegen die gültigen Vorschriften zu verstoßen.

Die aktuelle Fassung der Corona-Schutzverordnung in Nordrhein-Westfalen besagt grundsätzlich, dass der Spiel- und Trainingsbetrieb bis zum 30. November für Amateursportler verboten ist. Doch hinter dieser Vorgabe in Paragraf 9 der Verordnung tauchen noch eine Reihe von Ausnahmen auf. So dürfen etwa Profis weiterhin ihrem Sport nachgehen.

Tennis und Golf dürfen gespielt werden

Auch Individualsportlern ist es weiterhin gestattet, allein oder zu zweit auf Außenanlagen ihr Training zu bestreiten. Wie berichtet, hat mit Berufung auf diese Regelung etwa der Tennisverein BW Stadtlohn einen Außenplatz für seine Mitglieder wieder geöffnet. Auch der Golfplatz in Alstätte ist weiterhin unter Auflagen für den Sportbetrieb geöffnet. Doch Fußball ist bekanntlich kein Einzel-, sondern ein Teamsport.

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So haben die Ammeloer sich überlegt, das Training mit dem Ball einfach in Zweiergruppen, jeweils nur eine Gruppe zur zweit, stattfinden zu lassen. „Wir haben uns die Verordnung, von der Andre und ich große Verfechter sind, genau durchgelesen und haben überlegt, was wir unseren Spielern in diesem Rahmen anbieten können. Ich finde es auch legitim, die kleinen Schlupflöcher, die es da gibt, zu nutzen“, sagt Trainer Jürgen Banken.

Die Spieler würden sich außerhalb der Sportanlage treffen, selbst einen Ball mitbringen und zwischen dem jeweiligen Zweiertraining liege immer mindestens eine halbe Stunde, damit sich nicht zwei Gruppen begegnen.

Polizei war schon vor Ort

Was die Ammeloer machen, sei natürlich kein offizielles, organisiertes Training, stellt der Coach klar. „Aber auf diese Weise haben unsere Spieler die Möglichkeit, zumindest ein bisschen was mit dem Ball zu tun, und das nicht nur für sich allein. Und das war ja auch unser Grundgedanke: Früher auf dem Bolzplatz haben wir doch auch zu zweit immer einen Weg gefunden, was Gescheites mit dem Ball zu machen. Wir haben die Rückmeldung von den Jungs erhalten, dass es ihnen viel Spaß macht.“

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Auf diese Trainingsmethode der Sportfreunde sei auch die Polizei bereits aufmerksam geworden. „Sie sind angehalten und haben sich erkundigt, was unsere Spieler machen, hatten auf Nachfrage aber nichts zu beanstanden und haben erlaubt weiterzumachen“, berichtet Jürgen Banken.

Dass das Vorgehen der Ammeloer gestattet ist, lässt sich auch aus der Mitteilung der Stadt Vreden vom 2. November ableiten. Die hatte vermeldet: „Der Freizeit- und Amateursportbetrieb auf und in allen öffentlichen und privaten Sportanlagen ist bis zum 30. November unzulässig. Erlaubt ist Individualsport: allein, zu zweit oder ausschließlich mit Personen des eigenen Hausstandes außerhalb geschlossener Räumlichkeiten von Sportanlagen.“

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