Spitzenplatz bedeutet wenig

Frauenfußball: Union führt Bezirksliga an

Der Anfang ist gemacht: Nach fünf Spieltagen haben die aufstiegswilligen Frauen von Union Wessum die Tabellenspitze der Bezirksliga 6 erklommen. Für Trainerin Mechthild Wissing ist dieser Zwischenstand aber längst noch kein Anlass zur Zufriedenheit.

WESSUM

, 14.09.2015, 18:43 Uhr / Lesedauer: 2 min
Iris Börsting (l.) steht derzeit mit Union Wessum an der Tabellenspitze der Bezirksliga 6.

Iris Börsting (l.) steht derzeit mit Union Wessum an der Tabellenspitze der Bezirksliga 6.

In der Sommerpause wurden die Wessumerinnen überrascht. Und zwar von der Nachricht, dass ihre Liga in der neuen Spielzeit nicht mehr nach dem 14er-, sondern nach dem 16er-Schlüssel ausgetragen wird. Der Saisonstart erfolgte also zwei Wochen früher als erwartet und Wissing musste den Vorbereitungsplan kurzfristig umwerfen.

Dennoch kam ihre Mannschaft erfolgreich aus den Startlöchern. Mit Ausnahme des Unentschiedens gegen den FC Oeding gewann Union alle bisherigen Begegnungen und ist Spitzenreiter. Allerdings hat der verlustpunktfreie TuS Recke noch eine Partie weniger ausgetragen.

Oktober wird wichtig

Dass ihre Mannschaft aktuell ganz oben steht, hat für Wis-sing kaum Aussagekraft: „Der Spielplan hat es gut mit uns gemeint. Bisher haben wir fast nur gegen Mannschaften gespielt, die in der unteren Tabellenhälfte stehen.“ So geht es auch am kommenden Wochenende weiter, wenn das noch punktlose Team von Borussia Emsdetten II in Wessum gastiert.

Vor dem darauf folgenden spielfreien Wochenende soll ein weiterer Sieg her, denn Wissing weiß: „In dieser Liga kann jeder Punktverlust einer zu viel sein, wenn man aufsteigen will.“ Die wichtigen Partien gegen die vermeintlichen Konkurrenten um den Titel stehen dann im Oktober an.  

Bis dahin hofft Wissing, halbwegs effektiv mit ihrer Mannschaft trainieren zu können. Schon jetzt stehen im Durchschnitt gerade mal knapp zehn Spielerinnen bei den Einheiten zur Verfügung, „wenn die Uni wieder anfängt, wird es noch weniger“, befürchtet die Trainerin. Etwa Johanna Luthe (Siegen) oder Verena Kernebeck (Hamburg) werden dann kaum trainieren können.

Nachwuchs überzeugt

Erfreulicher als diese Aussichten ist die Entwicklung der Youngster in der Mannschaft. Die aus der eigenen Jugend aufgerückten Lea Lombeck, Charlotte Wisseling und Dörthe Nienhaus haben sich bisher als echte Verstärkungen erwiesen. „Die Mädels müssen zwar im taktischen Bereich noch einiges lernen, aber sie haben schon bewiesen, dass sie in der Liga mithalten und auf verschiedenen Positionen spielen können.“ Alle drei waren sogar mit Treffern am jüngsten 6:2-Sieg gegen den TuS Altenberge beteiligt. Ihren Anteil am guten Saisonstart hat außerdem die nach Verletzung zurückgekehrte Andrea Dempzin.

Die Voraussetzungen, um in dieser Saison wieder lange oben mitzuspielen, könnten sicher schlechter sein.

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