Spitzenreiter Stadtlohn vertreibt sich den Lockdown mit Wettkämpfen

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Zum zweiten Mal in diesem Jahr erwischte ein Lockdwon den SuS Stadtlohn in einem ungünstigen Moment. Doch wenn schon kein Wettkampf mit Gegnern möglich ist, messen sich SuSler eben untereinander.

Stadtlohn

, 10.11.2020, 07:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Im Frühjahr war der SuS Stadtlohn gerade drauf und dran, den damaligen Bezirksliga 11-Spitzenreiter TuS Haltern II einzuholen. Der Lockdown und schließlich der Saisonabbruch ließen die Stadtlohner als Vizemeister zurück. In der neuen Saison war der SuS nun gerade richtig in Fahrt gekommen, hatte Platz eins erobert und zuletzt sechs Punkte zwischen sich und Verfolger DJK Coesfeld gelegt. Und wieder zwang das Coronavirus die Fußballer zu einer Pause.

„Sowohl im Frühjahr als auch jetzt war eine Saisonunterbrechung ja unumgänglich“, sagt Stadtlohn-Trainer Stefan Rahsing. „Aber dass der Zeitpunkt für uns kaum ungünstiger hätte kommen können, versteht sich ja von selbst.“ Sieben Siege am Stück hatte seine Mannschaft vor dem Stopp Ende Oktober in Liga und Pokal hingelegt, dabei nur ein Gegentor kassiert.

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Dann kam der Lockdown und mit ihm mindestens drei Spielabsetzungen in der Liga – der SuS hätte im November gegen SpVgg Vreden II, SG Coesfeld und VfB Alstätte gespielt. Sofern die Saison, wie aktuell vom westfälischen Verband vorgesehen, im Dezember fortgesetzt werden sollte, stünde für den SuS am Nikolaustag direkt das Spitzenspiel bei der DJK Coesfeld an.

Und genau für diesen Fall wollen sich die Stadtlohner bereithalten. „Es wäre doch fahrlässig, jetzt die Beine hochzulegen“, sagt Trainer Stefan Rahsing. Er und sein Trainerteam haben sich daher etwas einfallen lassen, um den Spielern das November-Training so unterhaltsam wie möglich zu gestalten. „Wir haben einen Teamwettbewerb im Laufen gestartet“, erklärt der Coach. Dabei wurde der SuS-Kader in vier Teams aufgeteilt, die in verschiedenen Disziplinen gegeneinander antreten.

Maxi Wolf bislang der Laufstärkste

Die Aufgaben sind jeweils in drei Zeitfenster aufteilt; Montag/Dienstag, Mittwoch/Donnerstag und Freitag/Samstag. So ging es beispielsweise in der vergangenen Woche als Erstes darum, dass jedes Team 35 Kilometer in 2:42 Stunden absolvieren musste. Die Spieler konnten sich dabei selbst einteilen, wer wieviel läuft, „aber jeder muss mindestens fünf Kilometer gelaufen sein“, erklärt Rahsing.

Die zweite Challenge bestand darin, fünf Kilometer so schnell wie möglich zu laufen, bei der dritten mussten alle Spieler einer Gruppe unterschiedliche Distanzen laufen, wobei es um die schnellste Durchschnittszeit ging. Für alle Aufgaben erhalten die Teams dann Punkte. Mit ähnlichen Aufgaben geht es in dieser Woche weiter. Als besonders laufstark hat sich bislang übrigens Sechser Maximilian Wolf gezeigt.

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Doch nur Laufen wäre zu langweilig, wie Rahsing sagt. „Pro Woche kommt noch eine Cyber-Einheit dazu, in der sich die Spieler gegenseitig sehen können und am Bildschirm Übungen für Ausdauer oder Spritzigkeit machen.“ Bislang gibt SuS-Spieler Jan-Luca Weiß die Übungen vor, angefragt ist aber auch schon Petra Jelges, Kursleiterin beim SuS.

Mit diesem Mix wollen die Stadtlohner sich den November über fithalten. „Geht es im Dezember wie geplant weiter, wechseln wir wieder zum normalen Training“, so Stefan Rahsing. „Und wenn nicht, dann gehen wir bis Januar in die Winterpause.“

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