Sprung über den Großen Teich

Marvin Hakvoort von der SpVgg in die USA

Mit großem Interesse verfolgen die Fußballer der SpVgg Vreden aktuell die Karriere ihres früheren Mitspielers Fabian Herbers. Der mischt bekanntlich nach seiner Zeit am College in der US-amerikanischen Profiliga MLS mit. Vom Collegefußball träumt derzeit auch Marvin Hakvoort: Der 18-jährige Vredener hat ein Sportstipendium an einem College in Pennsylvania erhalten und wagt im August den Sprung über den Großen Teich.

VREDEN

, 22.04.2016, 17:53 Uhr / Lesedauer: 2 min

Marvin Hakvoort, eigentlich noch A-Junior, zählt seit Jahresbeginn als fester Bestandteil zum Westfalenligateam der SpVgg. Das allein zeigt schon, dass der Linksfuß einiges an Talent mitbringt. Und das ist auch den Teammanagern in Übersee ins Auge gefallen.

Etliche Agenturen in den USA, aber auch in vielen anderen Ländern halten ständig Ausschau nach Talenten, die die Universitäten für ihre Teams gewinnen wollen. Den Anreiz dazu bieten sie vor allem mit Stipendien. Die Idee, sich für eines zu bewerben, reifte in Marvin Hakvoort über die Erlebnisse seines Onkels, Robert Müller. „Er war selbst als Fußballer in den USA, hat mir Bilder gezeigt und viel darüber erzählt“, berichtet der SpVgg-Kicker.

Videomaterial gesammelt

Schon Anfang 2015 begann Marvin Hakvoort, Videomaterial zu sammeln, um ein Online-Profil bei einer Agentur zu erstellen, auf das auch die Verantwortlichen der Colleges Zugriff haben. „Hauptsächlich hat mein Vater die Spiele gefilmt, ich habe dann die besten Szenen herausgeschnitten und an die Agentur geschickt.“ Vor einem Jahr kamen dann die ersten Anfragen interessierter Colleges. Insgesamt waren es rund 20, wie Marvin Hakvoort berichtet. Er hatte also die Qual der Wahl und entschied sich Anfang dieses Jahres für eine Uni in Pennsylvania. „Die spielen in der Second Division, das ist in etwa Landesliga- bis unteres Oberliga-Niveau.“

Seinen Fokus wolle der 18-Jährige, der noch die mündliche Abiturprüfung am Gymnasium Georgianum vor sich hat, auf das Physik-Studium legen. „In den USA ist es möglich, neben dem Studieren auch auf einem hohen Level Fußball zu spielen. In Deutschland ist das schwierig, das sieht man ja bei den Studenten in unserer ersten Mannschaft“, so Hakvoort. In der will er noch so viele Minuten wie möglich für die Westfalenliga-Elf auf dem Platz stehen, ehe im Spätsommer das große Abenteuer beginnt.

Vorbereitungen getroffen

Bereits jetzt tausche er sich regelmäßig über Skype mit seinem zukünftigen Chefcoach aus, auch die übrigen Vorbereitungen seien weitgehend getroffen. Sein aktueller Trainer, Marcus Feldkamp, freut sich für seinen defensiven Mittelspieler über dessen Chance. „Für uns ist es natürlich schade, dass Marvin geht. Aber in Amerika wird er – gerade im physischen Bereich – sicher noch große Fortschritte machen. Ich bin gespannt, was aus ihm werden kann.“ Ein konkretes Ziel hat sich der Abiturient zwar noch nicht gesteckt, „aber es wäre natürlich eine schöne Sache, wenn es bei mit so laufen würde wie bei Fabian Herbers.“ 

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