SpVgg Vreden bringt ein Remis aus dem Siegerland mit

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Ihren achten Oberligapunkt hat die SpVgg Vreden am Donnerstag vom Gastspiel bei den Sportfreunden Siegen mitgebracht. Nach schwacher erster Hälfte reagierte Trainer Yavuzaslan deutlich.

Vreden

, 01.10.2020, 21:39 Uhr / Lesedauer: 2 min

Gleich zwei Gesetze der ersten Vredener Oberligasaison traten am Donnerstag in Siegen außer Kraft: Im sechsten Spiel ging die SpVgg erstmals nicht in Führung. Und erstmals erzielte das Team von Engin Yavuzaslan nicht mindestens zwei Tore. Mit dem 1:1 konnten die Blau-Gelben trotzdem zufrieden die lange Heimfahrt antreten.

Die erste Hälfte verschliefen die Vredener nahezu komplett. Siegen, mit erst drei Punkten auf dem Konto in die Partie gestartet, riss die Spielkontrolle mit hohem Tempo direkt an sich. Schon bevor der erste Treffer fiel, tauchten die Sportfreunde zweimal blank vorm Vredener Schlussmann Ricardo Ottink auf, der aber jeweils den Rückstand verhinderte.

Machtlos war Ottink dann in der 16. Spielminute, als die Zuordnung nach einer Siegener Ecke nicht passte und Tobias Filipzik nahezu ungehindert zum 1:0 einköpfte. Der nächste Rückschlag folgte nach einer halben Stunde: Niklas Hilgemann musste verletz vom Platz, für den Stürmer rückte Abwehrspieler Bernd Verwohlt ins Team.

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Da das Vredener Spiel bis zur Pause nicht besser werden wollte, ließ Trainer Engin Yavuzaslan mit Leon Kondring und Timo Grabowsky gleich zwei Mann in der Kabine. „In der Halbzeitansprache sind auch mal ein bisschen die Fetzen geflogen. Das musste einfach sein“, erklärte der Trainer hinterher. Und: Seine Worte haben offenbar gefruchtet.

Die Gäste kamen wie verwandelt zurück auf den Platz und lieferten den Sportfreunden nun ein Duell auf Augenhöhe. Und mit ihrer ersten Großchance schafften sie direkt den Ausgleich: Der eingewechselte Felix Mensing bediente Nico Ostenkötter, der in die Mitte zog und einnetzte (65.).

Jetzt gallig und aggressiv

Siegener Chancen ließ die nun gallige und aggressive Spielvereinigung bis zum Schluss kaum noch zu. Stattdessen hätten Lars Ivanusic, dessen Pressschlag mit einem Siegener am Pfosten landete, und Tim Schücker, dessen Versuch knapp übers Tor ging, sogar noch auf 1:2 stellen können.

Doch auch so war der Trainer bestens zufrieden. „Ich hatte das Gefühl, die Mannschaft war in der ersten Halbzeit noch in einer Fantasiewelt und beeindruckt vom Stadion und den tollen Rahmenbedingungen. Nach der Pause hat sie sich dann auf ihre Stärken konzentriert und sich den Punkt absolut verdient.“

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SF Siegen - SpVgg Vreden
Vreden: Ottink - Niehuis, Ivanusic, Schücker, Grabowsky (46. Mensing), Hakvoort, Wüpping, Kondring (46. Kouyate), Korthals (68. Völkering), Ostenkötter - Hilgemann (30. Verwohlt)
Tore: 1:0 Filipzik (16.); 1:1 Ostenkötter (65.)

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