SpVgg Vreden darf laut Verband in die Oberliga aufsteigen

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Die Saison 2019/20 wird wegen der Corona-Krise in die Historie eingehen. Ganz besonders für die SpVgg Vreden, die gleich mit zwei Teams aufsteigen darf. Auch der SuS Legden könnte profitieren.

Vreden

, 06.05.2020, 12:15 Uhr / Lesedauer: 2 min

Der Vorstand des Fußball- und Leichtathletikverbands Westfalen (FLVW) hat am Dienstagabend seine geplante Aufstiegsregelung für die abgebrochene Saison 2019/20 beschlossen. Die Absegnung dieses Beschlusses durch die weiteren Instanzen gilt als sicher.

Die Lösung der Verantwortlichen ist eine Misch-Variante aus den möglichen Szenarien „Wertung der Saison nach der Hinrunde“ und „Wertung der Saison mit dem aktuellen Tabellenstand“ mithilfe einer Quotienten-Regelung. So steigen alle Mannschaften auf, die entweder Herbstmeister waren, oder zum aktuellen Zeitpunkt anhand des Quotienten oben stehen.

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Besonders spannend ist dabei die Konstellation in der Westfalenliga 1, in der die SpVgg in dieser Saison spielte. Die Vredener waren Hinrundenmeister und belegen nach dem letzten ausgetragenen Spieltag am 8. März ebenfalls den ersten Platz. Die Topteams lagen zu dem Zeitpunkt allerdings so nah beieinander, dass die Quotienten-Regelung Victoria Clarholz an die Spitze hievt. Der Verband sah es als fairste Lösung an, beiden Teams ein Oberliga-Ticket auszuhändigen. In die Röhre schaut dabei Borussia Emsdetten, das in beiden Fällen Platz zwei belegt: in der Hinrunde vor Clarholz, nach dem Quotienten vor der SpVgg.

Die Vredener hatten sich bei der Umfrage des FLVW unter allen westfälischen Klubs für einen Saisonabbruch anhand der Hinrunden-Tabelle ausgesprochen. Weil sie zum Zeitpunkt des Saisonabbruchs als Tabellenführer bereits ein Spiel mehr absolviert hatten als etwa die Verfolger aus Clarholz und Emsdetten, hätte die Wertung allein anhand der Quotienten (ausgetragene Spiele geteilt durch Punkte mal 100) die SpVgg auf Platz drei zurück fallen lassen.

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Nun darf sich die SpVgg aller Voraussicht nach erstmals in ihrer 99-jährigen Klubgeschichte Oberligist nennen. Unter Trainer Ralf Bugla gelang den Blau-Gelben 1998 erstmals der Aufstieg in die Verbandsliga. Bis auf eine dreijährige Rückkehr in die Landesliga von 2008 bis 2011 spielt die Mannschaft seither durchgehend in dieser Klasse, die seit 2008 in Westfalenliga heißt.

Und auch die Frauenmannschaft der SpVgg rückt nach dem Präsidiumsbeschluss als Spitzenreiter der Bezirksliga 5 eine Spielklasse hoch, also in die Landesliga. Damit schreibt das Team von Trainer Daniel Brandt seine Erfolgsgeschichte weiter. Nach dem Aufstieg in die Bezirksliga 2018 folgt nun der nächste Schritt. Bei der SpVgg gibt es erst seit 2005 eine Frauenmannschaft.

Erhalten laut Präsidiumsbeschluss jeweils ein Ticket für die Landesliga: Der SuS Legden und Jessica Krutul (l.) sowie die SpVgg Vreden und Pauline Wassing (r.).

Erhalten laut Präsidiumsbeschluss jeweils ein Ticket für die Landesliga: Der SuS Legden und Jessica Krutul (l.) sowie die SpVgg Vreden und Pauline Wassing (r.). © Johannes Kratz

Während die SpVgg als aktueller Tabellenführer das Landesliga-Ticket erhält, freut sich der SuS Legden über die Regelung, dass auch die Hinrundenmeister aufsteigen dürfen. Sie sind nach dem Abstieg in die Kreisliga 2008 erst im vergangenen Sommer in die Bezirksliga zurückgekehrt. In die Landesliga waren die SuS-Frauen erstmals 1986 aufgestiegen.

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Während die Legdenerinnen also als aktueller Tabellenzweiter von der Regelung profitieren dürften, müssen sich die Männer des SuS Stadtohn mit dem zweiten Rang in der Bezirksliga 11 hinter dem TuS Haltern II (Herbstmeister und Tabellenführer) abfinden. Der FLVW stellte noch einmal klar, dass es keine Wildcards für Zweitplatzierte geben wird. Fest stand bereits vorher, dass es keine Absteiger geben soll. Der VfL Alstätte und der TuS Wüllen, jeweils auf einem Abstiegsplatz, dürfen also mit einem weiteren Jahr in der Bezirksliga planen.

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