SpVgg Vreden drängt im Dauerregen mit voller Überzeugung auf den Sieg

mlzFußball-Westfalenliga

Mit breiter Brust war der SuS Neuenkirchen nach Vreden gereist. Doch der Gast traf auf einen Gegner, der keine Zweifel aufkommen lassen wollte, wer als Sieger vom Platz gehen sollte.

Vreden

, 20.10.2019, 20:05 Uhr / Lesedauer: 2 min

Das Tor zum 3:1 war irgendwie sinnbildlich für den leidenschaftlichen Auftritt der SpVgg Vreden gegen den SuS Neuenkirchen: Niklas Hilgemann schiebt sich auf Steilpass willensstark vor seinen Gegenspieler und schlenzt den Ball mit der Fußspitze am Torhüter vorbei ins Netz (78.). Die Entscheidung, die eigentlich schon viel früher hätte fallen können, ja sogar müssen. Der einzige Kritikpunkt von Trainer Rob Reekers war es auch, dass es seine Mannschaft erneut verpasste, „früher den Deckel draufzumachen“. Und so mussten die Zuschauer rund um den 2:1-Anschlusstreffer durch Joshua Roß per Foulelfmeter (72.) tatsächlich noch ein wenig zittern – bis Hilgemann dem unterlegenen Gegner mit dem dritten Tor endgültig den Stecker zog.

Chancen fast im Minutentakt

Bis auf diese Phase zur Mitte der zweiten Spielhälfte, in der Vreden ein wenig zu passiv wurde, war es auf tiefem, aber überraschend gut bespielbarem Rasengeläuf eine beeindruckende Vorstellung der SpVgg gegen einen mit einer Siegesserie im Rücken angereisten Gegner. Bereits in der dritten Spielminute deutete Bas Reekers mit seinem Führungstor an, mit welcher Überzeugung der Tabellenzweite an diesem Tag zu Werke gehen sollte. „Auf Augenhöhe“ waren die beiden Kontrahenten an diesem Tag allein tabellarisch – und das vor der Partie. Vreden setzte umgehend nach, insbesondere Mario Worms, Cihan Bolat und Hilgemann hatten eine ganze Reihe weiterer Chancen, schnell für Klarheit zu sorgen. Das übernahm dann Dennis Wüpping, der in eine Flanke rutschte und den Ball zum 2:0 über die Linie drückte (27.). Erst ab der 30 Minute kam Neuenkirchen ein wenig besser ins Spiel, echte Torabschlüsse gab es keine.

Hilgemann willensstark

Das sollte sich auch nach dem Seitenwechsel mit Ausnahme einiger Distanzschüsse kaum ändern. Auf der anderen Seite verpasste es Hilgemann im Eins-gegen-eins gegen den Torhüter früh wieder, für mehr Ruhe zu sorgen (54.). Als die SpVgg dann ein wenig die Zügel schleifen ließ, witterte Neuenkirchen sogleich seine Chance. Das 1:2 war für die SpVgg dann der erneute Weckruf, wieder ein wenig anzuziehen. Niklas Hilgemann belohnte sich und seine Mannschaft dann für einen engagierten Auftritt.

„Ein klasse Auftritt“

Rob Reekers: „Mit einem frühen dritten Treffer wäre womöglich ein wenig mehr Lockerheit hineingekommen. So war das 3:1 nach der kleinen Schwächephase nun besonders wichtig. Ansonsten war das ein absolut runder Auftritt, das hat die Mannschaft klasse gemacht. Hinten hat sie sehr gut gestanden, vorne haben wir Qualität, spielen uns viele Chancen heraus. Wir müssen einfach nur effektiver werden.“

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