SpVgg Vreden gibt sich "geschlagen"

18.11.2008, 17:31 Uhr / Lesedauer: 1 min

<p>Von der Konkurrenz beäugt: SpVgg Vredens Neuzugang Yuzuru Okuyama war offenbar in zwei Spielen nicht spielberechtigt - vier Zähler sind damit jetzt abzuschreiben. Mathmann</p>

<p>Von der Konkurrenz beäugt: SpVgg Vredens Neuzugang Yuzuru Okuyama war offenbar in zwei Spielen nicht spielberechtigt - vier Zähler sind damit jetzt abzuschreiben. Mathmann</p>

Vreden Fußball-Landesligist SpVgg Vreden gibt sich "geschlagen": In der strittigen Frage um die Spielberechtigung von Yuzuru Okuyama in den Meisterschaftsspielen bei Westfalia Gemen am 31. August (2:0) und gegen die TSG Dülmen am 7. September (0:0) verzichten die Vredener auf eine Verhandlung vor der Verbandsspruchkammer. Dies teilte Geschäftsführer Ludwig Siehoff gestern mit. Demnach werden der SpVgg jetzt vier Punkte abgezogen, wie Staffelleiter Gerd Rühlow gestern auf Nachfrage dieser Zeitung mitteilte; beide Spiele werden mit 2:0 für die Gegner gewertet.

"Nachdem sowohl die Passabteilung des Fußballverbandes und der Verbandsfußballausschuss unsere Beschwerde gegen die Erteilung der Spielberechtigung abgelehnt haben und wir die Bestimmungen der Spielordnung WFV/DFB nochmal überprüft haben, sind wir zu dem Ergebnis gekommen, dass keine Aussicht besteht, noch eine Änderung der Spielberechtigung für den Spieler Okuyama zu erreichen. Daher werden wir kein weiteres Rechtsmittel einlegen", erklärte er für den Verein.

"Die Umstände der ganzen Angelegenheit werden wir sicherlich noch an geeigneter Stelle zur Sprache bringen. Leider sind wir im Dschungel der Bestimmungen untergegangen", drückt er zudem sein Unverständnis gegenüber dem Verhalten der Passstelle aus. "Die Verantwortlichen können sich nur bei Trainer, Mannschaft und den treuen Anhängern für den Lapsus entschuldigen. Leider wird uns der Irrtum aber vier Punkte kosten", schließt er ab.

Der japanische Fußballer Yuzuru Okuyama war in den beiden fraglichen Spielen eingesetzt worden - ohne gültige Spielberechtigung, wie die Passstelle in Duisburg und wenig später auch der Verbandsfußball-Ausschuss feststellten: Als Vertragsamateur angestellt, hätte die SpVgg für ihn auch eine Aufenthaltsberechtigung als Arbeitserlaubnis vorlegen müssen. Das war aber versäumt worden. bml

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