Stadt Ahaus hat ihre Anlagen geschlossen, trotzdem gibt es weiter Sport

mlzCorona und Sport

Was ist noch erlaubt und was nicht? Diese Frage stellen sich viele Sportler nach dem neuen Lockdown. Wir haben in Ahaus nachgefragt, wie Stadt und Vereine in Sachen Schließung verfahren.

Ahaus

, 03.11.2020, 14:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Individualsport unter freiem Himmel ist auch seit dem 2. November in NRW noch erlaubt. Damit herrschen andere Voraussetzungen als noch beim ersten Lockdown im März, als im Grunde alle Sportanlagen geschlossen werden mussten (für den Reitsport gab es Ausnahmen). In Ahaus gibt es aktuell auch für Einzelsportler wenig Möglichkeiten.

Auf Nachfrage teilt die Stadtverwaltung mit, dass aktuell alle städtischen Sportanlagen geschlossen sind. „Die Stadt Ahaus hält sich an die Vorgaben der aktuellen Coronaschutzverordnung. Dort heißt es in §9: ‚Der Freizeit- und Amateursportbetrieb auf und in allen öffentlichen und privaten Sportanlagen [...] ist bis zum 30. November 2020 unzulässig.‘ Daher sind die Sportanlagen der Ahauser Sportvereine aktuell gesperrt.“

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Allerdings heißt es in der Vorordnung auch: „Auf Außensportanlagen und im öffentlichen Raum darf er (der Individualsport, d. Red.) ausgeübt werden. Die Abstandsregeln gemäß Paragraph 2 der CoronaSchVO sind in jedem Fall einzuhalten. Zulässig ist der Individualsport alleine, zu zweit oder ausschließlich mit Personen des eigenen Hausstands, jedoch begrenzt auf zehn Personen.“

Demnach dürften zum Beispiel zwei Weitspringer ihr Training selbstorganisiert auf einer Außenanlage durchführen. Allerdings nicht auf einer städtischen Anlage, beispielsweise im Ahauser Stadtpark. „Da die Sportanlagen in Ahaus wegen der Corona-Pandemie aber geschlossen sind, wäre der beschriebene Individualsport nur unter den in §9 Punkt 4 genannten Ausnahmeregelungen möglich“, schreibt die Stadt.

Einzelsportler sind vom Verbot ausgenommen

In dem genannten Abschnitt geht es um Schulsport, sportpraktische Übungen im Rahmen von Studiengängen, das Training an den nordrhein-westfälischen Bundesstützpunkten und Landesleistungsstützpunkten sowie das Training von Berufssportlern (auf den Sportanlagen ihres Arbeitgebers).

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Explizit vom Verbot ausgenommen sind Individualsportarten wie Tennis und Golf. Entsprechend werde der Golf- und Landclub Ahaus seine Anlage in Alstätte weiterhin geöffnet halten, wie er mitteilt. Allerdings unter strengen Auflagen. Zum Beispiel ist eine vorherige Registrierung unbedingt erforderlich, es darf maximal in Zweier-Flights gespielt werden, der Abstand zum Vorflight muss mindestens zehn Minuten betragen, die Umkleiden und die Gastronomie bleiben geschlossen.

Auf dem Golfplatz in Alstätte darf – wie auf diesem Bild aus dem Mai – unter strengen Auflagen weiterhin Sport getrieben werden.

Auf dem Golfplatz in Alstätte darf – wie auf diesem Bild aus dem Mai – unter strengen Auflagen weiterhin Sport getrieben werden. © Sascha Keirat

„Wir sind der Meinung, dass eine Ausübung des Golfsports nach den genannten Regeln auch in dieser schwierigen Zeit möglich ist“, so Wilhelm Wolters, Pressewart des Golf- und Landclubs. Grundsätzlich kann die Anlage in Alstätte auch in den kalten Monaten bespielt werden.

GW Ahaus lässt seine Außenanlage geschlossen

Etwas anders sieht das beim Tennisclub GW Ahaus aus. In der gerade in diesem Jahr fertiggestellten Halle herrscht absolutes Spielverbot. Auf den Außenplätzen der vereinseigenen Anlage in Unterortwick wären Einzelspiele erlaubt. „Dazu müssten wir aber erst mal die Plätze, die schon winterfest gemacht sind, reaktivieren“, so der Klubvorsitzende Christoph Börsting.

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„Außerdem müssten wir die Corona-Regeln wieder neu aufstellen – und sie vor allem auch überwachen. Das ist unserer Meinung ein zu großer Aufwand dafür, dass es um 17 Uhr dunkel wird und danach sowieso niemand spielen kann.“

Christoph Börsting habe den November in Sachen Tennis bereits abgehakt und sei gedanklich schon Anfang Dezember. In der Hoffnung, dass wieder in der Halle gespielt werden darf. Die Hoffnung, ihren Sport dann wieder halbwegs geregelt ausüben zu dürfen, hegen derzeit auch viele andere Sportler. Bis dahin bleiben die Möglichkeiten auch in Ahaus begrenzt.

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