Mit mehr als 112.000 Metern: Stadtlohner Triathleten siegen beim 24-Stunden-Schwimmen

Schwimmen

Die Anstrengung hat sich gelohnt: Nach 24 Stunden im Coesfelder Hallenbad beendete das Team aus Stadtlohn den spannenden Wettkampf als Sieger.

Stadtlohn

13.01.2020, 11:54 Uhr / Lesedauer: 2 min
Mit mehr als 112.000 Metern: Stadtlohner Triathleten siegen beim 24-Stunden-Schwimmen

Erschöpft nach dem 24-stündigen Wettkampf, aber glücklich über den Sieg: das Stadtlohner Team. © Frank Wittenberg

Die Triathleten des SuS Stadtlohn stellten sich am vergangenen Wochenende zum zweiten Mal dem Kampf gegen die Uhr beim 28. Coesfelder 24-Stunden-Schwimmen um den Sparkasse Westmünsterland-Cup. Nach Rang zwei im vergangenen Jahr fuhren sie mit einer beeindruckenden Aufholjagd in diesem Jahr den Sieg bei den Staffeln ein.

Am Ende absolvierte die Mannschaft des SuS insgesamt 112.700 Meter in den 24 Stunden und siegten mit einem Vorsprung von 250 Metern vor W+F Münster in der Mannschaftswertung. Damit haben sie ihre Leistung vom Vorjahr um 4.800 Meter verbessert. „Das lag insbesondere an der geschlossenen starken Teamleistung ohne Ausfall und vollem Einsatz von jedem Schwimmer“, so Jens Liesner vom SuS. „Es war zwar ein anstrengendes Event ohne viel Schlaf, aber es hat uns allen wieder sehr viel Spaß gemacht.“

15 Mannschaften am Start

Die Triathlonabteilung der DJK Coesfeld hatte wieder zum sogenannten Marathonschwimmen ins Coebad eingeladen. Am Freitag ab 15 Uhr hieß es für insgesamt 15 Mannschaften und 12 Einzelschwimmer „Start frei“. Es ging darum, in den nächsten 24 Stunden so viele Meter zu absolvieren wie möglich. Dabei gingen die Teams mit jeweils zehn Teilnehmern ins Rennen, wobei immer nur ein Schwimmer im Wasser sein durfte und mindestens eine Strecke von 100 Meter am Stück zu schwimmen hatte.

Das Stadtlohner Team mit acht Triathleten unterstützten noch zwei Schwimmer der DLRG Ortsgruppe Stadtlohn. Mit dabei waren Carolin Nordkamp, Didier Duret, Martin Kade, Michael Kappelhoff, Jens Liesner, Enrico Meier, Alexander Rathmer, Robin Willemsen, Rene Wolters und Maximilian Bausch.

Mit mehr als 112.000 Metern: Stadtlohner Triathleten siegen beim 24-Stunden-Schwimmen

Das Siegerteam im Wasser © privat

Die Triathleten starteten gut in den Wettkampf und lieferten sich von Beginn an ein Duell mit W+F Münster. In den ersten sechs Stunden lagen die beiden Mannschaften dicht beieinander und setzten sich bereits von den weiteren Mannschaften ab. Der SuS lag nach sechs Stunden mit 150 Metern in Front.

Bis zur Halbzeit um 3 Uhr in der Nacht wechselte die Führung mehrfach mit bis zu 750 Metern Unterschied. Nach 13 Stunden lagen die beiden Mannschaften exakt gleichauf.

SuS startet Aufholjagd

Bis zum frühen Morgen ging jetzt aber Münster in Führung und lag um 8 Uhr mit 500 Metern vorn. Doch der SuS setzte jetzt zur Aufholjagd an und änderte seine Wechseltaktik. Mittags, nach 21 Stunden Wettkampfzeit, war der Rückstand egalisiert und beide Mannschaften lagen wieder auf den Meter genau gleichauf. Der Veranstalter hatte schon Sorge, dass es zwei Sieger geben könnte und nicht genügend Pokale vorhanden sind.

Allerdings setzten die Stadtlohner Schwimmer die Serie fort und nahmen W+F weitere 100 Meter in der nächsten Stunde ab. Bis eine Viertelstunde vor dem Ende hingen die Stadtlohner nun ihren Konkurrenten an den Fersen. Die Münsteraner starteten einige Versuche, noch einmal ranzukommen. Doch vergebens, sie waren verzweifelt und die Stadtlohner kontrollierten das Rennen nach Belieben. Gegen Ende zogen die Führenden in einem günstigen Moment das Tempo noch einmal an und schwammen weitere 150 Meter Vorsprung heraus.

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