Starke SpVgg kassiert in Erndtebrück Niederlage der ganz bitteren Art

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Eine bittere 0:1-Niederlage kassierte die SpVgg Vreden beim TuS Erndtebrück. Das Auftreten seiner Elf machte den Coach Engin Yavuzaslan aber mächtig stolz. Nur die Tore fehlten.

Vreden

, 25.10.2020, 19:13 Uhr / Lesedauer: 2 min

Aus zweierlei Gründen war Vredens Coach Engin Yavuzaslan nach den 90 Minuten in der Erndtebrücker Pulverwaldkampfbahn sprachlos: Zum einen hatte er „eine der ungerechtesten Niederlagen“ seiner Trainerkarriere erlebt, zum anderen haderte er mit dem Auftreten der Gastgeber, das so gar nicht seiner Auffassung von Fair-Play entsprach.

Trotz der 0:1-Niederlage war er „mächtig stolz“ auf seine Mannschaft. „Das war von der Performance in allen Bereichen her die beste Mannschaftsleistung, seitdem wir in der Oberliga angekommen sind“, so Yavuzaslan.

SpVgg stellt das reifere Team

Die spielentscheidende Szene entwickelte sich bereits in der 20. Minute: Einen Pass von der Torauslinie in den Rücken der Abwehr verwertete Lars Schardt zum Tor des Tages. Mit Ausnahme eines „Hundertprozenters“ kurz vor der Pause war es das weitgehend, was der ehemalige Regionalligist an Offensivaktionen zu bieten hatte.

„Ich bin schier erschrocken von der Art und Weise, wie sich Erndtebrück vor eigenem Publikum präsentiert hat. Mit dem Führungstreffer im Rücken hat sich der TuS irgendwie durchmogeln wollen – und das unter anderem durch permanentes Zeitspiel“, so der Vredener Coach. Andererseits mache es ihn auch stolz, dass sich seine Mannschaft in den ersten Spielen schon diesen Respekt erarbeitet habe: „Es war schon zu spüren, dass beim Gegner Druck auf dem Kessel war.“

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Die Gäste waren das reifere Team. Einziges Manko: Der Ball wollte nicht über die Torlinie. Chancen gab es einige: Nach einem Doppelpass zwischen Maximilian Hinkelmann und Carlo Korthals fand eine scharfe Eingabe keinen Abnehmer (33.), Leon Kondring verzog knapp, er hätte womöglich auch auf den gut postierten Korthals passen können (41).

Kondring hat den Ausgleich auf dem Fuß

Auch nach der Pause blieb der Aufsteiger spielbestimmend. Es fehlte allerdings weiter der letzte Zug zum Tor. Bei hohen Bällen konnten die Hausherren ihre Lufthoheit ausspielen. Spielerisch kam Vreden dem Torerfolg näher: Den Torschrei auf den Lippen hatten die mitgereisten Anhänger bei einem Versuch von Kondring, den der Torsteher glänzend entschärfte (65.). In der Schlussphase setzte Hinkelmann einen Abschluss knapp über die Torlatte (82.).

„Das wirft uns nicht um. Noch mal: ein großes Kompliment an die Mannschaft. Wir sind ein fairer Verlierer und freuen uns nun auf Meinerzhagen am Mittwoch.“ Trainer Engin Yavuzaslan konnte die Niederlage letztlich doch „irgendwie akzeptieren“.

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