Stimmen zum SuS-Abstieg: „Vielleicht war die Landesliga zu hoch“

mlzFußball: SuS Stadtlohn

Nach dem Abstieg des SuS Stadtlohn haben wir uns im Verein umgehört. Woran hat’s gelegen und wie sind die Perspektiven für die Zukunft?

Stadtlohn

, 23.05.2019, 05:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Auch wenn sich das Szenario angedeutet hatte, dass der SuS Stadtlohn erstmals nach 55 Jahren wieder in der Bezirksliga antreten muss, saß der Schreck rund um den Losberg am Sonntag tief. Wir haben bei vier Beteiligten nachgefragt, wie sie die Lage einschätzen.

Wilfried Steinhage, 1. Vorsitzender: „Ich finde es natürlich schade, dass die Mannschaft abgestiegen ist. Aber vielleicht war die Landesliga nach dem Umbruch im vergangenen Sommer noch eine Klasse zu hoch. Ich denke, dass die Mannschaft das Potenzial hat, um wieder nach oben zu kommen. Dafür muss sie aber sicher noch Erfahrung sammeln. Ich höre, dass die Stimmung in der Mannschaft weiterhin positiv ist, vielleicht gibt der Trainerwechsel ja auch noch mal einen neuen Impuls.“

Stimmen zum SuS-Abstieg: „Vielleicht war die Landesliga zu hoch“

Der Vereinsvorsitzende Wilfried Steinhage © Sascha Keirat

Jens Roßmöller, langjähriger Spieler beim SuS und aktuell Co-Trainer: „Drei Abstiege in Folge sind für den Verein natürlich bitter. Der Hauptgrund, dass es in dieser Saison nicht gereicht hat, war für mich, dass die Mannschaft zu jung und unerfahren war. Talentiert sind die Spieler alle, aber gegen gestandene Landesligamannschaften sind sie schon an ihre Grenzen gestoßen. Wenn man immer am Limit spielt und am Ende trotzdem so selten gewinnt, dann zerrt das schon an den Spielern. Deshalb hoffe ich, dass jetzt in der Bezirksliga wieder bessere Zeiten kommen.“

Stimmen zum SuS-Abstieg: „Vielleicht war die Landesliga zu hoch“

Co-Trainer Jens Roßmöller © Sascha Keirat

Justus Jaegers, Kapitän und schon zu Oberligazeiten in der Mannschaft: „Die Gründe für den Abstieg sind vielfältig. Ich denke, dass wir als neuformierte Mannschaft zu lange gebraucht haben, um uns zu finden und es nicht geschafft haben, eine positive Entwicklung zu nehmen. Gerade nach den guten Spielen ab Ostern waren wir voller Optimismus, die Klasse doch noch zu halten. Letztlich war das Offensivspiel unser größtes Problem. Wir haben einfach zu wenig Tore geschossen. In der Bezirksliga sollten wir uns jetzt nicht den Druck machen, sofort wieder aufsteigen zu müssen. Wir haben den Anspruch, attraktiven Fußball zu spielen, mehr Siege einzufahren und mittelfristig oben mitzuspielen.“

Stimmen zum SuS-Abstieg: „Vielleicht war die Landesliga zu hoch“

Kapitän Justus Jaegers (r.) © Sascha Keirat

Stefan Rahsing, Co-Trainer und ab der neuen Saison Cheftrainer: „Ich werde jetzt nicht zurückblicken, sondern die Saison im Sommer sacken lassen und in Ruhe analysieren. Die Situation ist jetzt so, dass alle mit dem Finger auf uns zeigen und sagen: ‚Guck mal, in Stadtlohn läuft was schief.‘ Unser Ziel ist es jetzt, eine Perspektive zu entwickeln und Begeisterung zu entfachen. Wir sind eine eingeschworene Mannschaft mit Leidenschaft, Geschlossenheit und Teamgeist und wollen, dass die Leute wieder Spaß daran haben, die Spiele des SuS zu sehen. In die Favoritenrolle werden wir uns in der Bezirksliga nicht hineindrängen lassen.“

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