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SuS-Fußballer landen 3:1-Coup beim Spitzenreiter SC Wiedenbrück

STADTLOHN "Die Mannschaft ist gerade dabei, die Kabinen ,auseinander zu nehmen': Die Jungs sind in ihrer Freude über den Sieg gar nicht mehr zu bremsen" - Frank Bajoraths Stimme überschlägt sich im Freudentaumel, den sein Team nach dem 3:1-Coup beim Tabellenführer SC Wiedenbrück entfacht.

22.03.2009, 18:11 Uhr / Lesedauer: 1 min
SuS-Fußballer landen 3:1-Coup beim Spitzenreiter SC Wiedenbrück

<p>Im Hinspiel in Stadtlohn hatten Mathias Uphues (l.) und der SuS gegen SC Wiedenbrück das Nachsehen; gestern gab es im Rückspiel in Wiedenbrück einen 3:1-Coup, an dem Björn Bennies (hinten, 2. v. r.) mit zwei Treffern beteiligt war. Mathmann</p>

"Bei uns hat einfach alles gepasst. Und an diesem optimalen Tag haben wir gezeigt, dass der Spitzenklub der Westfalenliga auch nicht unverwundbar ist. Dass meine Mannschaft die erste ist, die den souveränen Titelanwärter bezwingt, freut mich ganz besonders", ist der Trainer der Stadtlohner SuS-Kicker in seinen Lobes-Hymnen kaum noch zu bremsen. Und an einem solchen Tag darf der Trainer auch schon einmal "träumen": "Jetzt greifen wir nach der Vizemeisterschaft. Das wäre ein doller Erfolg für meine Mannschaft, die ihren Aufwärtstrend so eindrucksvoll fortsetzt."

Im Stadion des designierten NRW-Ligisten in Wiedenbrück staunen die 350 SCW-Fans nicht schlecht darüber, wie "frech" das Gästeteam aufspielt. Und schon nach acht Minuten verstummen sie sogar, als Björn Bennies freistehend die Maßvorlage von Mike Holtheuer an SC-Torhüter Robert Hietkamp vorbei ins Netz zirkelt - die rund 30 mitgereisten SuS-Fans wagen von einer Sensation zu träumen. Und der Alptraum der Gastgeber von der ersten Niederlage seit dem Abstieg aus der Oberliga relativiert sich, als Janis Hoffmann nach einer Flanke aus dem rechten Halbfeld zum 1:1 ausholt (23.) und damit eine starke Drangphase der Wiedenbrücker einläutet.

Aber: Die Bajorath-Elf glaubt an ihre Möglichkeiten und bietet dem Spitzenreiter energisch (und erfolgreich) die Stirn.

Nach dem Seitenwechsel baut sich der SuS noch einmal neu auf: Als Holtheuer auf dem Weg zum 2:1 im Strafraum von Torhüter Hietkamp gefoult wird, nimmt Bennies beim Foulelfmeter genau Maß und erzielt den 2:1-Führungstreffer (75.). Und als Daniel Ebbing nach Steilvorlage von Bennies allein auf den SCW-Keeper zugeht und diesen regelrecht verlädt, ist das 3:1 (85.) und die Sensation perfekt. Der SuS, in den letzten zehn Minuten nach der Ampelkarte gegen Stefan Bennink nur mit zehn Akteuren auf dem Platz, setzt noch vor dem Abpfiff dort zur Feier an. bml

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