SuS Stadtlohn und FC Oeding müssen im Kreispokal-Viertelfinale harte Nüsse knacken

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Schwere Aufgaben warten auf den SuS Stadtlohn und den FC Oeding im Viertelfinale des Krombacher-Pokals. Wie man diese erfolgreich löst, das zeigten beide Mannschaften in der Runde zuvor.

Stadtlohn

, 21.11.2019, 05:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Im Halbfinale des Kreispokals im Fußballkreis Ahaus/Coesfeld könnten der SuS Stadtlohn und der FC Oeding aufeinandertreffen. Auf dem Weg dorthin haben beide Mannschaften allerdings noch ein hartes Stück Arbeit zu verrichten. Im jeweiligen Viertelfinalspiel am Donnerstagabend nehmen beide Teams nicht die Favoritenstellung ein.

In der abgelaufenen Saison waren der SuS Stadtlohn und GW Nottuln noch Landesligakonkurrenten. Der SuS stieg am Ende der Saison ab, Grün-Weiß auf – nun trennen den Bezirks- vom Westfalenligisten zwei Spielklassen. Wie schon im Achtelfinale gegen Eintracht Ahaus geht Stadtlohn damit die Aufgabe ab 20 Uhr auf dem Kunstrasen im VR-Bank Sportpark aus der Außenseiterposition heraus an. Die Rolle hatte das Team gegen Ahaus erfolgreich ausgefüllt.

Nun erwartet Trainer Stefan Rahsing allerdings noch einmal eine „andere Hausnummer“. „Liegen die Stärken von Ahaus gerade bei den Standardsituationen, so bringt Nottuln fußballerisch einiges mehr mit. Das macht die Aufgabe ungleich schwerer“, respektiert Rahsing den Zwei-Klassen-Unterschied. Dennoch sehe er Chancen, die es zu nutzen gelte.

SuS muss unbedingten Willen zeigen

Hoffnung macht die Bilanz im Jahr 2019. Sowohl in der Rückserie der Vorsaison als auch beim Eintracht-Pokal, als man die DJK am Rande einer Niederlage hatte, knüpfte man Nottuln ein Remis ab. Als Maßstab lässt Rahsing den jüngsten Vergleich nicht gelten: „In Ahaus hat Nottuln experimentiert, das wird Trainer Jens Niehues sicher nun nicht tun.“ Die eigene Spielauffassung lasse dennoch Rückschlüsse zu: „Nottuln darf nicht ins Spiel finden, das ist unsere primäre Aufgabe. So müssen wir uns auf das Niveau des Gastes hochheben.“

Grundsätzlich müsse der Bezirksliga-Zweite den „unbedingten Willen, gewinnen zu wollen“, an den Tag legen. „Dann sind wir schwer zu schlagen“, verweist Rahsing auf die beeindruckende Halbjahresbilanz. Dabei könnte er durchaus „einzelne Positionen durchtauschen“, „auf links krempeln“ werde er die erste Elf sicher nicht.

SuS Stadtlohn und FC Oeding müssen im Kreispokal-Viertelfinale harte Nüsse knacken

Der FC Oeding und Timo Wanninger (r.) können den nächsten Coup im Kreispokal landen. © Johannes Kratz

Zur SG Coesfeld 06, Tabellenführer der Kreisliga A2, führt parallel die Reise des FC Oeding (19.30 Uhr). Wie man einen Herbstmeister bezwingt, das zeigte der A1-Ligist, als er im Achtelfinale den SV Heek aus dem Wettbewerb warf. Nun geht es zum Halbzeitmeister der Parallelstaffel.

FC-Kicker "ganz entspannt"

Und Coach Jeroen van der Veen sieht die Voraussetzungen ähnlich derer vor dem Achtelfinale: „Wir fahren erneut mit ganz engem Kader nach Coesfeld. Aber die Jungs, die spielen, werden alles hineinwerfen.“ Coesfeld erwartet der Trainer als „sehr guten A-Ligisten“. Das habe die SG in Meisterschaft und Pokal bisher bewiesen.

Aktuell hat der Fusionsklub allerdings ein wenig von seiner Leichtigkeit verloren, zuletzt ließ die Mannschaft erste Federn – so auch am Sonntag im Topspiel gegen den Lokalrivalen DJK (2:2). Van der Veen: „Diese Aufgaben sind immer machbar. Wir gehen das entspannt an, Coesfeld hat aber auch keinen großen Druck. Egal, wie die Situation auch ist: Wenn du im Viertelfinale stehst, dann willst du auch weiterkommen.“

"Stadtlohn hat sich Respekt verdient"

Jens Niehues hat als Stadtlohner am Donnerstagabend ein „Heimspiel“. Nach seiner Zeit bei Eintracht Ahaus ist er nun hauptverantwortlicher Trainer bei GW Nottuln. Wir haben nachgefragt. Ist dieses Pokalspiel schon ein besonderes für Sie? Selbstverständlich. Der SuS Stadtlohn ist und bleibt mein Heimatverein und ich freue mich immer, am Losberg zu Gast zu sein. Sportlich haben wir natürlich eine eigene Ambition.
Sehen Sie Grün-Weiß in der Favoritenstellung? Zwangsläufig werden wir diese annehmen, ich sehe aber maximal einen Ein-Klassen-Unterschied. Das werden wir nicht im Vorbeifahren lösen, Stadtlohn hat sich zweifellos Respekt verdient. Den sollte man natürlich immer haben.
Die jüngsten Ergebnisse gegeneinander bestätigen diese These… Sicher hat sich die Stadtlohner Mannschaft auch beim Eintracht-Pokal in eine Position gebracht, aus der heraus sie weiß, wie es gehen kann. Aber auch wir haben Lehren gezogen. Ganz sicher wird uns viel Leidenschaft, Kraft und Geschwindigkeit entgegenkommen.
Nottuln wird aufgrund der sehr ordentlichen Halbserie nach dem Aufstieg aber auch mit breiter Brust anreisen. Klar, die des SuS wird aber wohl noch etwas breiter sein. Er hat auch weniger zu verlieren. Leider muss ich im Kader aufgrund von Verletzungen und Erkrankungen ein wenig hin- und herschieben. Das spielfreie Wochenende kommt dazu passend, das Pokalspiel weniger. Aber wir nehmen es, wie es ist. Abgesehen davon ist der Pokal für einen Fußballer etwas Tolles - vor allem, wenn das Endspiel naht.
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