SuS verliert den Spielfaden

Stadtlohn Selbst die "eingefleischten" Anhänger des Fußball-Verbandsligisten SuS Stadtlohn wurden am Ende nervös: Im gestrigen Heimspiel gegen Borussia Emsdetten hatten die Gastgeber nach dem Seitenwechsel den Spielfaden nicht wieder gefunden und mussten sich mit einem 2:2 (2:1)-Unentschieden begnügen.

30.09.2007, 20:55 Uhr / Lesedauer: 1 min

Gewöhnt an die bisher in allen Saisonspielen "verlängerte Halbzeitpause", in der der SuS jeweils der guten Vorstellung des ersten Durchgangs hinterherlief, wurde selbst SuS-Trainer Rob Reekers gestern in der Schlussphase kribbelig: Hatte sein Team bisher die "Bedenkzeit" jeweils nach rund 15 Minuten ablegen können, um den zweiten Durchgang druckvoll und erfolgreich zu meistern, so wollte der Motor gestern einfach nicht wieder anspringen.

"Wir haben zu viele Bälle bei eigenem Spielaufbau verloren. Deswegen lief es nachher nicht mehr richtig rund", ärgerte sich der Trainer über die zwei Punkte, die sein Team hätte mehr einfahren können. Denn die Stadtlohner zogen trotz eines frühen Rückschlags nach dem Treffer von Frederik Telsemeyer (3.) ihr druckvolles und variantenreiches Spiel auf: Den Tempo- und Positionswechseln im Spiel der Gastgeber hatten die Emsdettener oft nur das Glück des Tüchtigen entgegenzusetzen. Nach zwei vergeblichen Anläufen von Nick Voogtsgeerd (9. und 18.) "nickte" Jens Weinberg das von Voogtsgeerd verlängerte Leder zum überfälligen 1:1-Ausgleich ein (21.). Oliver Temelkov verpasste das Borussen-Tor bei einem Drehschuss noch knapp (22.) und Tobias Gerwing rutschte nur um Millimeter an einem Weinberg-Querpass vorbei (35) - dann aber ließ Temelkov mit einem Schuss von der Strafraumgrenze das 2:1 folgen (40.).

Nach dem Seitenwechsel fanden die Stadtlohner (erneut) nicht ins Spiel zurück: Telsemeyer erzielte gegen eine "unsortierte" SuS-Abwehr seinen zweiten Tagestreffer zum 2:2 (55.) - und war auf dem Weg zum 3:2, als er von Michael Gravermann gefoult wurde. Glück für den SuS-Co-Trainer, dass er deswegen nur "Gelb" sah.

Glück für die Borussen, dass sich Torhüter Holger Minnebusch, der nach 44 Minuten für den verletzten Sebastian Donaszewski ins Tor wechselte, bei den Schüssen von Marcel Terhaar (70. und 75.), Temelkov (72.) und bei zwei Freistößen von Tobias Gewring (90. und 92.) als absoluter Meister seines Fachs erwies. bml

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