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Tabea Christ fliegt zur WM nach Kolumbien

Leichtathletik: SuSlerin im deutschen U 18-Kader

Am Mittwoch trudelte eine Mitteilung des Deutschen Leichtathletikverbands im Hause Christ ein. Der Inhalt sorgte für riesigen Jubel: Tabea Christ wurde für die U 18-Weltmeisterschaft in Kolumbien nominiert.

STADTLOHN

, 26.06.2015, 18:49 Uhr / Lesedauer: 2 min
Tabea Christ fliegt zur WM nach Kolumbien

Tabea Christ vom SuS Stadtlohn startet für Deutschland.

Erstmals in der Stadtlohner Leichtathletikgeschichte nimmt damit eine Athletin des SuS an einer Weltmeisterschaft teil. Aufgrund ihrer beständig guten Form und der frühen Normerfüllung wurde die 17-jährige Schülerin ins Nationalteam berufen. Sie vertritt Deutschland im Weitsprung bei der U 18-Leichtathletik-Weltmeisterschaft vom 15. bis 19. Juli im kolumbianischen Cali.

Bei der Nominierungsgala des Deutschen Leichtathletik-Verbandes, die am vergangenen Wochenende im bayerischen Schweinfurt stattfand, konnten die Sieger bei erfüllter Norm mit einer vorrangigen Nominierung rechnen. Dabei wurden pro Disziplin bis zu zwei Athleten nominiert. Als einzige Weitspringerin hatte Tabea Christ die verlangte Norm von 6,05 Metern bereits erreicht. Ende Mai war sie in Weinheim fantastische 6,22 Meter weit geflogen. Mit dieser Weite rangiert sie zurzeit in den Top Ten der Weltrangliste U 18.

Am 6. Juli geht’s los

Lediglich acht Kandidatinnen mit den besten Vorleistungen wurden für den Qualifizierungswettkampf in Schweinfurt zugelassen, sodass von Beginn an klar war, dass jede Teilnehmerin sechs Versuche haben würde. Unter schwierigen Wetterbedingungen und mit stark wechselnden Winden gingen die jungen Damen hoch motiviert an den Start. Tabea Christ sprang drei starke Sprünge im Bereich um sechs Meter, jedoch waren alle drei knapp ungültig. Durch diese ungewohnte Situation und unter dem Druck der anstehenden Nominierung versagten dem jungen Talent die Nerven. Sie sprang ohne die erforderliche Spannung oder lief im Anlauf durch, sodass am Ende nur 5,38 Meter auf dem Zettel standen. „Sie war total aufgeregt und hat befürchtet, dass ihre Chance damit vertan war“, erzählt Mutter Marion Christ.

Doch trotz des schwachen Ergebnisses lobte die anwesende Bundestrainerin Annett Stein hinterher vor allem Tabeas schnellen und kraftvollen Anlauf. Und auch wenn die Sicherheit im Absprung an diesem Tag fehlte, reichte es für die erhoffte Nominierung. Der zweite WM-Platz in dieser Disziplin bleibt unbesetzt, da keine der anwesenden Athletinnen die erforderliche Weite sprang.

Akklimatisieren in Florida

Bereits am 6. Juli geht die Reise nach Kolumbien für die Stadtlohnerin los. Ab Frankfurt fliegt das 40-köpfige deutsche Nachwuchsteam nach Florida, USA, wo es sich eine gute Woche akklimatisiert und auf die Wettkämpfe vorbereitet. Dann geht es weiter nach Cali, das in einer Höhe von etwa 1070 Metern liegt. Bei Temperaturen von voraussichtlich 30 Grad oder mehr werden anstrengende Tage auf die Teilnehmer zukommen. Tabea Christ wird erst am vorletzten Wettkampftag (18. Juli) zum Zuge kommen. Ihr Ziel ist es, das Finale zu erreichen.

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