Tanio rettet SpVgg-Punkt in der Nachspielzeit

Fußball-Westfalenliga: 1:1 gegen Gievenbeck

"Wer weiß, wofür dieses Tor noch gut sein wird." Marcus Feldkamp, Trainer der SpVgg Vreden, sah den Ausgleichstreffer zum 1:1-Endstand gegen den 1. FC Gievenbeck in der fünften Minute der Nachspielzeit als verdienten Lohn für eine "deutliche Leistungssteigerung" gegenüber der Vorwoche. Es bleibt allerdings beim aktuellen "Ergebnistief".

VREDEN

, 30.10.2016, 19:34 Uhr / Lesedauer: 2 min
Es war eine intensive Partie, die die beiden Mannschaften den Zuschauern im Hamalandstadion boten. Gievenbeck wähnte sich bereits im Ziel, dann schlug die SpVgg mit Yuzuru Okuyama (vorne) spät zu. Für Vreden war aber sicher noch mehr drin.

Es war eine intensive Partie, die die beiden Mannschaften den Zuschauern im Hamalandstadion boten. Gievenbeck wähnte sich bereits im Ziel, dann schlug die SpVgg mit Yuzuru Okuyama (vorne) spät zu. Für Vreden war aber sicher noch mehr drin.

Gievenbeck verkaufte sich deutlich teurer als es der aktuelle Tabellenstand aussagt. Gerade vor dem Seitenwechsel stellte der Gast die Hausherren vor Probleme. Und bereits nach drei Minuten hatte Fabian Gerick die frühe Führung auf dem Fuß - Aziz Retzep rettete (3.). Im 4:3:3 und durch hohes Anlaufen sorgte der FC weiter dafür, dass die SpVgg zunächst wenig Zugriff auf Ball und Gegner erhielt. Feldkamp griff häufig ein, korrigierte, stellte um. Nach und nach griffen diese Maßnahmen. Es entwickelte sich nun eine Partie, die beide Mannschaften für die stattliche Kulisse sehenswert gestalteten. Was fehlten, waren zwingende Torraumszenen.

Im letzten Drittel wurden viele falsche Entscheidungen getroffen. Und doch hätte Vreden mit einer Führung in die Kabine gehen können: Zunächst wurde ein schneller Gegenstoß über Takahiro Tanio unsauber ausgespielt, dann rettete Torsteher Nico Eschhaus zweimal bärenstark gegen Niklas Grubbe (31., 37.). In Hälfte zwei übernahm dann die SpVgg sofort das Heft des Handelns. Insbesondere der agile Yuzuru Okuyama sorgte über die linke Bahn für "Weckrufe" (53., 55.).

Zwei entscheidende Situationen konnten die Blau-Gelben in der Folge nicht beeinflussen: Zunächst wurde Sebastian Hahn elfmeterwürdig von den Beinen geholt, dann wurde eine Eingabe von Nils Temme offensichtlich mit der Hand abgewehrt. Die Pfeife des Schiedsrichters blieb jeweils stumm (58., 63.). "Da haben wir im Moment einfach auch kein Glück", haderte Feldkamp kurz darauf noch mehr mit den Entscheidungen des Gespanns. Nach einer Flanke von der linken Angriffsseite des Gastes hatte Retzep wohl die Hand auf dem Ball, ehe Yasin Altun diesen ins Netz spitzelte (67.). "Das war das dritte Ding gegen uns", so Feldkamp.

Retzep hält SpVgg im Spiel

Der Treffer verfehlte seine Wirkung nicht. Der Motor der SpVgg stockte nun ein wenig, ehe zur Schlussoffensive geblasen wurde. Gievenbeck bekam zwangsläufig Räume und hatte die Riesenchance zur Entscheidung: Retzep hielt sein Team im Spiel (90.+4). Fast im Gegenstoß belohnte Tanio das Engagement seiner Mannschaft. "Natürlich musst du froh sein, so spät noch einen Punkt mitzunehmen. Ein Dreier wäre auch verdient gewesen. Die Leichtigkeit im Offensivspiel ist ein wenig abhanden gekommen", so Feldkamps Fazit.

SpVgg Vreden: Retzep - Grubbe, Hahn, Korthals, Wiesweg, Möllers, Tanio, J.-N. Temme (74. Steiner), Niehuis, Vieira Martins (61. N. Temme), Okuyama (67. Ivanusic).Tore:  0:1 Altun (67.); 1:1 Tanio (90.+5).Zuschauer: 210

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